Juli?!?

Das gibt’s doch gar nicht: Ich habe meinen letzten Blog-Artikel tatsächlich im Juli veröffentlicht, am Ende meines Urlaubs! Im Juli!! Jetzt ist Oktober!!! Und auch der ist schon wieder halb rum…

Apropos Oktober: Den Rest des Monats habe ich noch Zeit für ein Bild in Lacaosas “Zack die Linse”-Projekt. Lief schon einmal, ich hab auch daran teilgenommen, seinerzeit allerdings ging es wirklich zack-zack, jede Woche ein Bild. Diesmal wird monatlich ein Thema vorgegeben, was sich mit meiner Zeitplanung viel besser vereinbaren lässt. Thema des Monats ist übrigens “bunt” – passend zum Herbst. Und da das Wochenende sonnig werden soll bin ich optimistisch, dass mir auch ein paar Motive vor die Linse kommen, die nicht grau in grau sind.

Juli… unglaublich…

291

Wieder da.

Vor ein paar Wochen habe ich noch gejammert, dass ich kaum fotografiere, und befürchtet, dass ich in meinem Urlaub nur schreckliche Fotos schießen werde. Vorbei. Eine Woche habe ich in Prag verbracht, jede Menge Bilder geschossen, nach mehreren Sortierdurchgängen sind 291 übrig geblieben. Und die sind durchaus hübsch anzusehen. Keine Profi-Bilder, aber mir gefallen sie. Jetzt geht es an Verschlagwortung, Bewertung (ich hoffe auf 30 gute und drei wirklich hervorragende) und anschließend Bearbeitung. Das wird etwas dauern, vorzeigbare Ergebnisse werde ich nach und nach posten.

Fotoaktion: Stille Post

Birgit startet eine schöne Fotoaktion: Stille Post. Die Idee: Das (sicherlich bekannte) Spiel “Stille Post” auf Fotografie umzumünzen. Start ist mit einem Foto, das der erste Teilnehmer bekommt. Dieser greift sich ein Element aus dem Bild heraus, macht sein eigenes Foto und reicht es weiter an den zweiten Teilnehmer, der sich ein Element aus dem Bild heraus greift usw. “Element” kann in diesem Fall z.B. eine Farbe, eine Form, eine Art des Bildaufbaus sein. Veröffentlicht werden die Fotos erst am Ende des Projekts, vorher kennt also jeder nur das Bild, das er bekommt, und das, das er/sie schießt.

Ich mach mit, anmelden kann man sich noch bis 15.Juli über die Kommentare zum oben verlinkten Post.

Fotografischer Staffellauf

Ich habe eine Idee.

Birgit hat mal ein Projekt gemacht, bei dem sie alle 30 Schritte ein Handy-Foto geknipst hat. Ich versuche ab und an, mit meiner Serie Gesichter der Großstadt meine Wahlheimat Hamburg zu porträtieren. Gestern habe ich mir im Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung “Portraits in Serie” angesehen (gerade noch rechtzeitig bevor sie am 17.Juni endet). Das alles zusammen hat sich zu einer Projekt-Idee zusammen gefügt: Eine Art Serienportrait Hamburgs, bei dem ich allerdings keine absolute Entfernung zwischen zwei Fotos wähle, sondern eine relative – der Standort, von dem aus ich ein Foto schieße, muss auf dem vorherigen Foto zu sehen sein. Je nachdem können also wenige Schritte oder hundert Meter zwischen zwei Bildern liegen. Das Ganze nenne ich “fotografischen Staffellauf”, danach hab ich gerade auch kurz gegoogelt, aber auf die Schnelle nicht gefunden, dass ich die Idee unbewusst geklaut habe. (Sollte ich mich hier irren bin ich für Hinweise und einen Link dankbar…)

Au ja, das mach ich. Das plane ich sogar: Ich werde den ein oder anderen Spaziergang durch Hamburg machen und ein wenig auf Motive achten, mir ein Datum raussuchen, an dem die Stadt nicht wegen irgendeines Events total überlaufen ist, und dann meinen fotografischen Staffellauf durchführen. Einen Termin habe ich zwar noch nicht, aber höchstwahrscheinlich wird es erst im Juli etwas. Wer mitmachen will ist herzlich eingeladen, wer es in seiner Heimat machen will natürlich auch, wer es einfach nur weitererzählen will ebenso. Ansonsten gibt es das Ergebnis in wenigen Wochen hier.

:-)

You can always long for May

Momentan fotografiere ich nicht sehr viel. Nicht, dass ich keine Lust oder Zeit hätte (letztere könnte ich mir nehmen). Ich mach’s einfach nicht. Wenn ich es überhaupt im einem Satz formulieren müsste würde ich sagen: Irgendwie fehlt mir momentan die Neugier, um auf Motivsuche zu gehen. Diesen Monat unternehme ich etwas dagegen.

Bislang habe ich nur an einem einzigen Fotoprojekt teilgenommen: “Zack die Linse”, bei dem jede Woche zu einem Thema bis zu zwei Fotos in einer Flickr-Gruppe hochgeladen werden konnten, anschließend wurde abgestimmt und das beste Bild gewählt. Zwar bin ich relativ schnell wieder ausgestiegen, weil mir damals wirklich die Zeit fehlte, aber bis dahin hat mich der Projekt-Rahmen sehr motiviert.

Mein Handy – ein Motorola Milestone 2 – hat natürlich auch eine Kamera, und soweit ich das beurteilen kann gar keine so üble. Sehr gut gefällt mir auch der Lomo-Effekt der eingebauten Bildbearbeitung. Beides nutze ich derzeit allerdings kaum .

Deshalb starte ich heute mein eigenes kleines Fotoprojekt. Auf der Teilnehmer-Liste: nur ich. Die Regeln: jeden Tag ein Foto mit dem Handy schießen, “lomoisieren” und bloggen. Vielleicht noch ein paar Sätze dazu, nach dem Motto “Wie war Dein Tag?”. Kein großer fotografischer Anspruch, keine Bilder auf Vorrat knipsen. Dauer: der gesamte Monat Mai.

Ich bin sehr gespannt was dabei rauskommt. Auch weil ich derzeit ja versuche, mich hier auf das Thema Fotografie zu beschränken und nicht allzu viel Persönliches preis zu geben – aber ein klein wenig von “digitalem Tagebuch” hat dieses Projekt ja doch… Wir werden sehen, mit dem nächsten Post geht’s los!

Trotz-Fotografie

Da will man doch am liebsten laut “verdammte Hacke” rufen: Da bin ich seit zwei Wochen wieder motiviert, Fotos zu machen, und was ist? An den Wochenenden finde ich entweder keine Zeit, oder – fast schlimmer – kaum habe ich Zeit, schon schieben sich Wolken vor die Sonne. Seit zwei Wochen habe ich geplant, meine Kamera mit ins Büro zu nehmen, um nach Feierabend noch ein paar schicke Bilder schießen zu können – aber bei dem freundlich ausgedrückt bescheidenen Wetter diesen Plan jeden Morgen aufs Neue begraben.

Heute hatte ich dann doch mal genug und habe meine Kamera eingepackt, zum einen weil das Wetter gut war, zum anderen aus reinem Trotz. Das Wetter hat sich am Nachmittag dann doch noch geändert (verdammte Hacke!), der Trotz ist geblieben. Eine gute halbe Stunde bin ich durch die Innenstadt gezogen, von der ich eigentlich dachte, ich hätte in den letzten Jahren alles sehenswerte dort abgelichtet. Und zu meiner eigenen Überraschung habe ich doch ein paar neue Ecken und Perspektiven gefunden.

Die Bilder werd’ ich jetzt erstmal kräftig bearbeiten – sie sind zwar besser geworden, als ich befürchtet habe, aber zur sofortigen Veröffentlichung “out of cam” sind sie dann doch nicht geeignet. Damit es hier trotzdem schon heute Neues gibt, schreibe ich zum einen diesen Text hier, zum anderen gibt es einen Theme-Wechsel: Von schicken, dunklen Pyrmont zum schicken, hellen Minimalism. Das alte Theme hat immerhin über eineinhalb Jahre auf dem Buckel, und gerade jetzt zum Frühling hätte ich gerne was freundlicheres… ich hoffe, es gefällt nicht nur mir. :-)

Ruhig

Ruhig geworden ist es hier. Dass es kaum Kommentare dieses Jahr gab, ist verständlich. Schließlich gab es 2011 auch nur einen Beitrag von mir, und der war sehr knapp. Der folgende Satz allerdings hat, da er von jemandem stammt, der Fotografie sein Hobby nennt und ein eigenes Fotoblog hat, in der Tat einen eigenen Absatz verdient.

Ich habe dieses Jahr noch kein Foto gemacht.

Warum? So genau kann ich das gar nicht sagen. Auch jetzt gerade sitze ich hier, den Laptop auf meinem Schoß, starre den blinkenden Cursor an und überlege, weshalb ich keine neuen Bilder gemacht oder zumindest ein paar aus dem Archiv gebloggt habe. Ich weiß es nicht.

Ich hatte keine Lust zu Fotografieren. Meine Kamera steht im Wohnzimmer, ich sehe sie jeden Tag, aber hat es mich in den Fingern gejuckt sie in die Hand zu nehmen, ans Auge zu führen, Blende und Belichtungszeit einzustellen und den Auslöser zu drücken? Offensichtlich nicht. Motivationslöcher habe ich von Zeit zu Zeit, das ist nicht so ungewöhnlich. Ungewöhnlich hingegen ist, dass es so lange anhält – und dass ich es gar nicht bedauere.

Ich hatte keine Lust zu Bloggen. Meinen Computer schalte ich jeden Abend ein, aber hatte ich das Verlangen, mich ins Backend einzuloggen und ein paar Zeilen zu schreiben oder zumindest nach den Statistiken zu schauen? Ein ganz klares “nein”. Worüber hätte ich auch schreiben sollen? Das hier ist ein Fotoblog, ein öffentliches Tagebuch sollte es nie sein, von Themen wie Guttenberg und Hamburg-Wahl will ich mein Blog auch frei halten. Es reicht meiner Ansicht nach, dass ich hier meine Fotos zur Diskussion stelle, da muss ich nicht auch noch allen, die es hierher verschlägt, meine Meinung zu Politik, Gesellschaft und Religion aufs Auge drücken.

Und warum schreibe ich heute etwas? Eine verdammt gute Frage, Daniel… Mit zwei Kollegen habe ich mich heute über Fotografie unterhalten. Ja, ok, “das Thema Fotografie angeschnitten” würde es wohl eher treffen. Einer der Kollegen nannte mich dabei einen “hervorragenden Fotografen” (irgendwie nett, aber schamlos übertrieben), fügte allerdings hinzu, dass ich nicht seine erste Wahl wäre wenn er sich fotografieren lassen würde (irgendwie weniger nett, aber schamlos ehrlich). Er kennt meine Fotos von diesem Blog hier, und aus der Sicht ist es nachvollziehbar: Menschen sind auf den Bildern, die ich hier veröffentliche, nicht zu sehen. Warum das so ist muss ich denke ich keinem Hobbyfotografen erklären, Stichwort “Recht am eigenen Bild”. Irgendwie hat mir das dennoch zu denken gegeben.

Die Bemerkung habe ich zum Anlass genommen, mir heute Abend mal die Fotos auf meiner Festplatte anzuschauen, sie zumindest zu überfliegen. Ich habe vor fünf Jahren mit dem Fotografieren angefangen, bis Ende 2008 als freier Journalist vor allem geschrieben, später auch fotografiert – da kommt einiges zusammen. Was mir insbesondere bei den älteren Bildern aufgefallen ist: technische Mängel (unausgewogene Belichtung, falscher Schärfepunkt – die typischen Anfängerfehler), aber auch eine Bildsprache und Komposition, die in der Summe so etwas wie einen eigenen Stil ergibt. Und mir haben, trotz aller Mängel, meine Bilder gefallen. Auch weil ich das Gefühl hatte, dass zwar bestimmt kein hervorragender, aber wenigstens ein guter Fotograf sie gemacht hat.

Juckt es mir jetzt in den Fingern? Ein wenig. Zumindest blogge ich ja diese Zeilen hier. Besserung im Sinne von “bald habt Ihr hier wieder mehr zu gucken und zu lesen” wird dieses Mal ausdrücklich NICHT gelobt. Mir kam allerdings heute Nachmittag tatsächlich der Gedanke, dass ich mir am Wochenende, wenn das Wetter hier in Hamburg es gut mit mir meint, meine Kamera schnappe und eine kleine Tour mache. Erstmal schauen, ob die Akkus voll und die Speicherkarten leer sind. Danach mal schauen, wie viel man in mehr als zwei Monaten ohne Praxis verlernen kann. Und schließlich mal schauen, ob ich den Kollegen überreden kann, sich doch von mir knipsen zu lassen.

Verpasstes Jubiläum

Hätte ich vorher mal einen Blick auf meine Blog-Statistiken geworfen: Mein letzter Post, der wenig mehr war als ein Lebenszeichen nach langer Blogpause, war tatsächlich der 100. Artikel, den ich hier veröffentlicht habe. 100 Artikel mögen für die Zeit – ich blogge hier seit September 2009 – nicht gerade viel sein, woran man sofort merkt, dass ich häufiger Blogpausen einlege. Bemerkenswert finde ich es trotzdem. Trotzdem: ist mir genauso wenig aufgefallen wie die Tatsache, dass eines der Blogs, die ich immer regelmäßig und gerne gelesen habe, seit einiger Zeit nur noch geladenen Lesern zugänglich ist… Vielleicht fällt mir ja noch was Schönes ein, womit ich das Blogjubiläum noch nachträglich begehen kann. Ein schöner Text zum Beispiel. Oder mal wieder – welch’ verwegene Idee für ein Fotoblog – ein paar hübsche Fotos. Vielleicht auch beides in Kombination.

Andererseits: Dass ich die runde Artikelnummer nicht bemerkt habe war vielleicht gar nicht so schlecht. Sonst hätte ich bestimmt lange was Schönes überlegt, womit ich das Blogjubiläum hätte begehen können – und dann könntet Ihr hier immer nur noch 99 Artikel lesen. Dann schreibe ich doch lieber: Bis bald.

Zack die Linse: Fazit und neues Thema (1)

Mann, ging das schnell. Für das erste “Zack die Linse”-Projekt hatte ich echt wenig Zeit, konnte nur ganz schnell zwei Bilder machen. Zufrieden bin ich nicht. Liegt allerdings auch daran, dass ich ein paar Ideen einfach nicht umsetzen konnte. Naja, wie heißt’s in der Fußballersprache so schön: Mund abputzen und weiter.

Das nächste Thema lautet “Zwei”. Müsste ja eigentlich mein Thema schlechthin sein, schließlich hab ich eine ganze Galerie mit dem Titel. Aber naja: Zum einen sind da nur acht Fotos drin, zum anderen lese ich ja vor meinem geistigen Auge schon die Kommentare der strengen Schiedsrichterinnen, dass das Bild frisch sein muss. Macht nix, ich bin ja brav und halt mich an die Regeln, ein paar Ideen hab ich auch schon und bin optimistisch, dass ich das kommende Wochenende nicht im Büro verbringen werde, sondern unterwegs mit der Kamera.

Ach ja, es gibt noch zwei Regeln: Es darf keine “künstliche” Zweisamkeit sein. Und es soll eine Nachtaufnahme mit Restlicht sein, Kerzenlicht ist auch erlaubt.