Auch wenn ich es diesmal nicht versprechen wollte: Es hat mich am Wochenende tatsächlich so doll in den Fingern gejuckt, dass ich mal wieder los bin um Fotos zu machen. Das erste Mal in diesem Jahr. Und das erste Mal seit langem (oder hab ich das so überhaupt schonmal gemacht?), dass ich am Tag vorher los bin und mir Motive ausgeguckt und das Licht zur ausgewählten Uhrzeit gecheckt habe.
Aber zunächst das Ergebnis, dann noch ein paar warme Worte dazu:
Das Wochenende war zwar sehr frühlingshaft, dennoch hat sich noch ein wenig Eis auf der Alster gehalten (zumindest bis Samstagabend). Interessant finde ich die Bilder von der Lombardsbrücke – in Farbe irgendwie langweilig, in Schwarz-Weiß allerdings finde ich, das Bild hat was. Apropos Lombardsbrücke: Beim Licht- und Motivcheck am Freitag war die Eisschicht noch ausgedehnter, die Spiegelung der Laternen auf dem Eis vom Jungfernstieg aus gesehen war das Motiv, auf das ich mich am meisten gefreut habe. Naja: kein Eis, kein Foto.
Rückblickend finde ich, dass mir die fotografische Pause ganz gut getan hat. Ich habe bei weitem nicht so viel verlernt wie ich befürchtet habe. Und da vom letzten Jahr der entsprechende Modus noch eingestellt war, hab ich tatsächlich alle Bilder im manuellen Modus statt in der sonst bevorzugten Handautomatik gemacht. (Welche seltsame Art von Faulheit ist es eigentlich, dass man eher bei jedem Foto Blende und Belichtungszeit von Hand einstellt als einmal den Modus zu wechseln?) Dazu kommt, dass viele Motive, die mir zwischenzeitlich so vertraut waren, dass sie schon anfingen langweilig zu werden, jetzt wieder fast neu und es wert sind, fotografiert zu werden. Die Hand ist auch nicht viel zittriger geworden, aber lieber einmal zu oft als einmal zu wenig das Stativ mitschleppen wäre angebracht.