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	<title>Der Film ist voll &#187; Grundlagen</title>
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	<description>Mein persönliches Fotoblog</description>
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		<title>Bildschön reloaded</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 13:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nice shot]]></category>
		<category><![CDATA[Bildanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Weiß]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fotografiere mittlerweile seit mehr als vier Jahren, und in dieser Zeit &#8211; so bilde ich mir ein &#8211; habe ich durch Praxis, Lektüre und Beobachtung anderer Fotografen (und ihrer Blogs) einiges gelernt. Grund genug, um eines der ersten Bilder, das ich im digitalen Zeitalter je geknipst habe, erneut zu schießen. Das Original ist dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fotografiere mittlerweile seit mehr als vier Jahren, und in dieser Zeit &#8211; so bilde ich mir ein &#8211; habe ich durch Praxis, Lektüre und Beobachtung anderer Fotografen (und ihrer Blogs) einiges gelernt. Grund genug, um eines der ersten Bilder, das ich im digitalen Zeitalter je geknipst habe, erneut zu schießen. Das Original ist dieses hier:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/Schienen-in-die-Elbe.JPG" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-50" title="Schienen in die Elbe" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/Schienen-in-die-Elbe-225x300.jpg" alt="Schienen in die Elbe" width="225" height="300" /></a></p>
<p>&#8220;Geknipst&#8221; trifft es wahrscheinlich wirklich am besten: Sonderlich bewusst habe ich damals noch nicht fotografiert, was für gestalterische Aspekte wie etwa die Bildaufteilung gilt, noch viel stärker jedoch für technische Aspekte &#8211; Blende und Belichtungszeit manuell einzustellen ist bei meiner Kompakten, mit der ich seinerzeit fotografiert habe, zwar möglich, aber eher umständlich. Nachdem ich die &#8220;Ebbe und Flut&#8221;-Hürde also genommen habe, war ich gestern zur richtigen Zeit am richtigen Platz:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05253sw.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-687" title="Schienen in die Elbe reloaded" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05253sw-199x300.jpg" alt="Schienen in die Elbe reloaded" width="199" height="300" /></a></p>
<p>Leicht zu erkennen: Das Foto ist anders. Uhrzeit und Datum (+ 4 Jahre) stimmen einigermaßen überein, das Schiff im Hintergrund lag damals (und gestern) nicht da. Der Bildausschnitt ist unterschiedlich, beim Remake ist mehr Hintergrund und Himmel zu sehen. Und die Helligkeitswerte sind anders. Mir persönlich gefällt es besser als das Original. Und eigentlich könnte dieser Beitrag hier zu Ende sein, aber da ich schonmal da war, wollte ich mich auch intensiver mit dem Motiv auseinandersetzen.</p>
<p><span id="more-679"></span></p>
<p>Eines, was ich in den letzten Jahren gelernt habe: Es lohnt sich oft, ein Motiv aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Nicht immer ist die erste auch die beste (für alle Fälle sollte man die erstbeste aber auf jeden Fall fotografieren). Eine andere Perspektive, die mich noch überzeugen konnte, war die Seitenansicht:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05265.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-688" title="Schienen in die Elbe Seitenansicht" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05265-300x200.jpg" alt="Schienen in die Elbe Seitenansicht" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Es gibt drei Bildelemente (Schienen, Wasser, die Steine als Hintergrund), wobei der Unterschied zwischen Steinen und Schienen sich allein aus der Form, kaum aus der Farbe ergibt und daher erst verzögert wahrgenommen wird. Dank der in unserem Kulturkreis allgemein anerkannten Leserichtung von links nach rechts führen die Schienen ins Wasser hinein, wohingegen sie von der anderen Seite gesehen aus dem Wasser hinaus führen würden. (Genau deshalb hab ich&#8217;s nicht fotografiert, wer sich vom Eindruck selbst überzeugen will: Bild runterladen und spiegeln.) Aber der Knaller ist das Bild irgendwie nicht&#8230;</p>
<p>Angeblich wirken &#8220;steigende&#8221; Linien, die von links unten nach rechts oben verlaufen, ja besser. Also, einen Schritt nach rechts gemacht, und voila:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05256.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-689" title="Alternative Schienen-Perspektive" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05256-300x200.jpg" alt="Alternative Schienen-Perspektive" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Für mein Empfinden: Fehlanzeige. Steigende Linien vermitteln Aktivität, Bewegung, wirken positiv. Dieses Motiv ist aber nicht wirklich positiv. Normalerweise wirken Schienen als etwas unendliches, soweit der Blick reicht führen sie einfach weiter. Hier nicht. Es gibt auch keinen Prellbock, der &#8220;Stop!&#8221; signalisiert. Und selbst wenn man wollte, könnte man die Gleise nicht fortführen &#8211; wie Lia es in der Kommentaren so schön ausgedrückt hat: das Bild hat etwas endgültiges. Mehr noch: Durch den Wechsel der Bildperspektive ändert sich auch die Perspektive des Fotos im narrativen Sinn: In den ersten beiden Bildern oben wird der Betrachter viel stärker in das Bild eingebunden, durch die Perspektive ist er auf den Schienen und hat keine andere Wahl, als aufs Wasser zuzufahren. Durch die geänderte Aufnahmeperspektive ändert sich auch die Betrachterperspektive vom Teilnehmer zum Beobachter, der&#8230; ja, was eigentlich beobachtet? Es gibt kein handelndes Bildelement, was zuvor der Betrachter selbst war. Technisch gesehen ist das Bild gelungen, aber irgendwas fehlt.</p>
<p>Wenn, dann also so:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05263.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-690" title="Schienen ins Wasser" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05263-300x200.jpg" alt="Schienen ins Wasser" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Hier funktioniert es mit den steigenden Linien, weil der Wagen ein Bildelement ist, dem Aktivität und Bewegung zugeschrieben werden. Mehr noch: dem Wagen wird Bewegung <strong>auf Schienen</strong> zugeschrieben, weshalb der Blick dem Schienenstrang folgt und am Bildrand im Wasser landet. Die Bildaussage lässt sich sogar ganz einfach als Satz ausdrücken und grammatikalisch analysieren: Der Wagen fährt ins Wasser. Subjekt (der Wagen), Prädikat (die Schienen), Objekt (das Wasser). Das war&#8217;s aber auch schon &#8211; die Bildaussage ist zu eindeutig und lässt kaum Spielraum für Interpretationen. (Den Begriff &#8220;Bildgrammatik&#8221; kannte ich vorher zwar nicht, <a title="Google-Suche &quot;Bildgrammatik&quot;" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;q=bildgrammatik&amp;btnG=Suche&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=" target="_blank">aber den gibt&#8217;s schon</a>.)</p>
<p>Vollkommen seine Wirkung verliert das Foto in meinen Augen aus der gegenüberliegenden Perspektive:</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05269.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-691" title="Nochmal Schienen ins Wasser" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05269-200x300.jpg" alt="Nochmal Schienen ins Wasser" width="200" height="300" /></a></p>
<p>Irgendwie &#8220;plumpst&#8221; der Blick viel zu schnell ins Wasser, das Bild hat für mein Empfinden keine Pointe &#8211; Schenkelklopfer statt Feinsinn, Mario Barth statt Hagen Rether. Das muss doch wirklich nicht sein&#8230;</p>
<p>Die Alternative, die mich allerdings wirklich überzeugt, ist ein anderes Format: quer statt hoch.</p>
<p><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05254sw.jpg" rel="lightbox[679]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-692" title="Schienen in die Elbe (quer)" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/DSC05254sw-300x199.jpg" alt="Schienen in die Elbe (quer)" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Die Entscheidung, mal diese Variante zu bearbeiten, ist offen gesagt erst entstanden, während ich den Beitrag hier geschrieben habe. Die Perspektive bindet den Betrachter ein, was durch das Format, das eher dem menschlichen Sehfeld entspricht, erleichtert wird. Trotzdem hab ich die Farben herausgenommen, um die (auf mich) triste Bildwirkung zu unterstreichen. Dadurch und durch die harten Kontraste ergibt sich wieder eine leichte Distanz, die im Kontrast zu Perspektive und Format steht und so (hoffentlich) für eine gewisse Spannung sorgt. Für mich die gelungenste Umsetzung dieses Motivs.</p>
<p>Und für mich definitiv die intensivste Auseinandersetzung mit einem Motiv überhaupt &#8211; vor, während und nach dem Fotografieren&#8230; und jetzt hoffe ich auf reichlich Kommentare, ob ich mit meiner Bildanalyse richtig liege.</p>
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		<title>Warum blogge ich eigentlich?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 16:34:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mein Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoblog]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Bild]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder soweit: Zeit für nen Grundsatzartikel. Nachdem ich mich im Rahmen einer Blogparade schon einmal darüber ausgelassen habe, warum ich fotografiere, ist diesmal das Thema &#8220;Bloggen&#8221; angesagt, ausgelöst durch einen Artikel bei Basic Thinking, der nach der Lektüre der von Bloggern gestalteten, wohl besser inhaltlich gefüllten &#8220;Scroll Edition&#8221; der Welt kompakt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder soweit: Zeit für nen Grundsatzartikel. Nachdem ich mich im Rahmen einer Blogparade schon einmal darüber ausgelassen habe, <a title="Der Film ist voll: Warum fotografiere ich eigentlich?" href="/2009/11/warum-fotografiere-ich-eigentlich/" target="_self">warum ich fotografiere</a>, ist diesmal das Thema &#8220;Bloggen&#8221; angesagt, ausgelöst durch einen <a title="Basic Thinking: 'Welt kompakt', Scroll-Edition: Misslungener Versuch zeigt Belanglosigkeit des Webs" href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/01/welt-kompakt-scroll-edition-misslungener-versuch-zeigt-belanglosigkeit-des-webs/" target="_blank">Artikel bei Basic Thinking</a>, der nach der Lektüre der von Bloggern gestalteten, wohl besser inhaltlich gefüllten &#8220;Scroll Edition&#8221; der Welt kompakt das Internet für belanglos und Bloggen für tot erklärt.</p>
<p>Hand aufs Herz: Warum blogge ich? Wegen des Geldes? Die paar Euro könnte ich auch anders ausgeben. Werbung werde ich hier nicht schalten, Flattr kommt mir auch nicht auf die Seite, und als Auftragsfotograf gegen Honorar &#8211; nur für den Fall, dass jemand mal auf diese abwegige Idee kommen sollte &#8211; stehe ich nicht zur Verfügung. Ruhm? Da muss ich nur einen kurzen Blick auf meine Blogstatistik werfen: so viele Leser verirren sich nicht hierher, die meisten, die via Google auf meinem Blog landen, springen nach einer Seitenansicht wieder ab, und ohne genaue Daten zu haben vermute ich, dass ich bei der Zahl meiner Abonnenten statt eines Feeds problemlos einen Telefonservice anbieten könnte, bei dem ich persönlich über neue Artikel informiere. (Das hätte sogar was&#8230;) Spaß? Ja, das trifft es ganz gut.</p>
<p>Ich schreibe gern, und ich bin <span style="text-decoration: line-through;">arrogant genug zu wissen</span> selbstbewusst genug zu glauben, dass ich das auch ganz gut kann. Ich beschäftige mich gern mit Computern, was eigentlich wieder gegen WordPress spricht, da hier in der Regel alles läuft und ich gar nicht selbst Hand anlegen muss, um Probleme zu lösen. Ich mache auch gern Fotos, und ich finde, dass einige davon ganz gut gelungen und zu schade sind, nur auf meiner Festplatte ihr digitales Dasein zu fristen. Hier kommt dann vielleicht doch der &#8220;Ruhm&#8221;-Gedanke durch: Wenn ich ein in meinen Augen hübsches Bild mache, es online stelle und ein mir vollkommen Fremder vom anderen Ende der Republik es mit &#8220;schönes Foto&#8221; kommentiert, dann streichelt das mein Fotografen-Ego &#8211; und ich freue mich dass auch die, die keinen Zugriff auf meine Festplatte haben ( = Weltbevölkerung &#8211; 1 ) sich das Bild anschauen können.</p>
<p>Ist das jetzt belanglos, liebe Redakteure von Basic Thinking? Reite ich ein totes Pferd? Ach, vergesst diese Fragen: Mein persönliches Relevanzempfinden wiegt hier schwerer als die Relevanzzuschreibung eines kommerziellen Blogs. Ich mache hier genau das, was angeblich überholt ist: persönliche Gedanken und Beobachtungen schreiben. Und ich mach&#8217;s gerne. Allerdings habe ich auch weder Hund noch Katze noch Kinder, so dass ich hier  nicht mit Floh-/Katzen-/Windel-Content dienen kann. Dafür hab ich &#8216;nen <a title="Der Film ist voll: Low Key" href="/2009/12/low-key/" target="_self">Teddy</a>, über den ich mir wahrscheinlich täglich tolle Geschichten ausdenken könnte. Und die Frage ist hier nicht &#8220;will das denn jemand lesen?&#8221; sondern eher &#8220;will ich das denn schreiben?&#8221;.</p>
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		<title>Pictures of me</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 14:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelbild]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografieren macht mir Spaß. Ich schau mir von Zeit zu Zeit auch gerne meine alten Fotos an, sehe Orte, an denen ich war, Menschen, mit denen ich Zeit verbracht habe oder die zumindest an mir vorbeigegangen sind. Jede Menge Erinnerungen schlummern in diesen Bildern. Eins allerdings zeigen sie nur ganz selten: mich. Na gut, wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fotografieren macht mir Spaß. Ich schau mir von Zeit zu Zeit auch gerne meine alten Fotos an, sehe Orte, an denen ich war, Menschen, mit denen ich Zeit verbracht habe oder die zumindest an mir vorbeigegangen sind. Jede Menge Erinnerungen schlummern in diesen Bildern. Eins allerdings zeigen sie nur ganz selten: mich.</p>
<p><span id="more-401"></span></p>
<p>Na gut, wirklich überraschend kommt das jetzt wirklich nicht, schließlich stehe ich normalerweise hinter der Kamera. Im Interesse des Bildes ist das auch gar nicht schlimm, ich finde mich selbst nämlich alles andere als fotogen: Meine Nase wirkt auf Fotos viel zu groß, mein Gesicht zu lang, mein Foto-Lächeln finde ich grauenhaft. Kurzum: Wenn ich Bilder von mir selbst sehe, ist mein erster Reflex oft, &#8220;löschen!&#8221; zu rufen.</p>
<p>Im Film &#8220;One Hour Photo&#8221; stellt Robin Williams&#8217; Filmfigur die These auf, dass Menschen fotografieren, um die schönen Momente ihres Lebens zu dokumentieren. Ich denke, für den privaten Bereich trifft das für den überwiegenden Teil der Bilder zu: Kaum jemand käme während eines Streits mit seinem Partner auf die Idee, ein Bild zu schießen. Und ich möchte denjenigen sehen, der sich zwei Minuten, nachdem sein Chef ihm gekündigt hat, freiwillig ablichten lässt.</p>
<p>Wenn ich meine Fotosammlung durchschaue sehe ich viele schöne Momente &#8211; aber es sind die schönen Momente anderer.</p>
<p>Urlaube, Ausflüge, Feiertage: Ich weiß, dass ich da war &#8211; sonst gäbe es die Bilder ja auch nicht -, aber ich bin immer in der Rolle des Beobachters, blicke von außen auf die Szenerie, statt daran teilzunehmen. Es gibt ein schönes Bild vom letzten Weihnachtsfest, die engste Familie versammelt, drei Generationen auf einem Bild &#8211; der einzige, der fehlt, bin ich.</p>
<p>Vielleicht ist es ja der &#8220;Birthday Blues&#8221;, der da aus mir spricht &#8211; diese Phase kurz vorm eigenen Geburtstag, in der man im besten Fall sentimental, in der Regel melancholisch, schlimmstenfalls leicht depressiv ist. Ich blicke in dieser Phase meist auf das vergangene Jahr zurück, und das war bei mir diesmal sehr aufregend: viele Veränderungen, einige Erfolge, aber auch die ein oder andere herbe Niederlage. Dokumentiert ist das alles nicht: Von den hunderten Fotos aus 2009, die ich auf meiner Festplatte habe, gibt es gerade mal eine Hand voll Bilder, die ich selbst mit ausgestrecktem Arm geschossen hab. Und ein einziges, das jemand anderes von mir gemacht hat.</p>
<p>Zwischen Weihnachten und Neujahr war ich bei meinem großen Bruder, einen Abend haben wir Guitar Hero gespielt. Während ich vor mich hin schrammel (ich glaube es war &#8220;Re-Education (Through Labor)&#8221; von Rise Against) schnappte sich mein Bruder meine Kamera und legte auf mich an. Ich hätte protestiert, wäre ich nicht so aufs Spiel konzentriert gewesen &#8211; jetzt bin ich froh, dass ich ihn hab machen lassen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/Guitar-Hero900.jpg" rel="lightbox[401]"><img class="aligncenter size-full wp-image-405" title="Guitar Hero" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/Guitar-Hero900.jpg" alt="" width="567" height="378" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Vor einigen Monaten hat Birgit in einem Post aufgerufen: <a title="BirgitEngelhardt.de: Vergiss nicht dein Leben... zu fotografieren" href="http://birgitengelhardt.de/blog/2009/10/vergiss-nicht-dein-leben-zu-fotografieren/" target="_blank">&#8220;Vergiss nicht, Dein Leben zu fotografieren.&#8221;</a> Mein Aufruf: &#8220;Vergiss nicht, Dich selbst fotografieren zu lassen.&#8221;</p>
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		<title>Brennweite und Darstellung</title>
		<link>http://www.derfilmistvoll.de/2009/12/brennweite-und-darstellung/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 13:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessanter Nebeneffekt meines Fotoshootings mit meiner Bassgitarre neulich: Ich hab ein paar Bilder, die sehr schön den Zusammenhang zwischen Brennweite und perspektivischer Darstellung illustrieren. Kleine Brennweite: Mittlere Brennweite: Etwas größere Brennweite: Wie man sieht, ändert sich die perspektivische Darstellung mit Änderung der Brennweite und (zumindest einigermaßen) gleichem Abbildungsmaßstab. Bei kleiner Brennweite wird der Vordergrund betont, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessanter Nebeneffekt meines <a title="Der Film ist voll: Endlich einmal Zeit (2)" href="http://www.derfilmistvoll.de/2009/12/endlich-einmal-zeit-2/" target="_self">Fotoshootings mit meiner Bassgitarre</a> neulich: Ich hab ein paar Bilder, die sehr schön den Zusammenhang zwischen <a title="Wikipedia: Brennweite" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brennweite" target="_blank">Brennweite</a> und perspektivischer Darstellung illustrieren.</p>
<p>Kleine Brennweite:</p>
<div id="attachment_326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-18mm.JPG" rel="lightbox[325]"><img class="size-medium wp-image-326" title="Korpus 18mm" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-18mm-300x200.jpg" alt="Korpus 18mm" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Korpus 18mm</p></div>
<p>Mittlere Brennweite:</p>
<div id="attachment_327" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-50mm.JPG" rel="lightbox[325]"><img class="size-medium wp-image-327" title="Korpus 50mm" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-50mm-300x199.jpg" alt="Korpus 50mm" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Korpus 50mm</p></div>
<p>Etwas größere Brennweite:</p>
<div id="attachment_328" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-100mm.JPG" rel="lightbox[325]"><img class="size-medium wp-image-328" title="Korpus 100mm" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-100mm-300x200.jpg" alt="Korpus 100mm" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Korpus 100mm</p></div>
<div id="attachment_329" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-200mmF81.jpeg" rel="lightbox[325]"><img class="size-medium wp-image-329" title="Korpus 200mm" src="http://www.derfilmistvoll.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Corpus-200mmF81-300x199.jpg" alt="Korpus 200mm" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Korpus 200mm</p></div>
<p>Wie man sieht, ändert sich die perspektivische Darstellung mit Änderung der Brennweite und (zumindest einigermaßen) gleichem Abbildungsmaßstab. Bei kleiner Brennweite wird der Vordergrund betont, je größer die Brennweite, desto mehr wird der Hintergrund betont.</p>
<p>Die Brennweite ändert dabei nicht die Perspektive. Die habe ich bei jedem Bild geändert, damit der Korpus immer gleich groß im Bild abgebildet wurde. Der Unterschied wird <a title="Ändert die Brennweite die Perspektive?" href="http://www.elmar-baumann.de/fotografie/fragen/frage.brennweite.perspektive.htmlhttp://www.elmar-baumann.de/fotografie/fragen/frage.brennweite.perspektive.html" target="_blank">hier</a> sehr schön erklärt.</p>
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