Artikel-Schlagworte: „Fotos“

Neue Galerie: London

Sonntag, 28. März 2010

Es ist vollbracht: Meine Fotos aus London sind online. Wie neulich schon einmal gepostet war ich für ein verlängertes Wochenende in der britischen Hauptstadt und hatte natürlich meine Kamera dabei. Die Ausbeute gibt’s hier:

Underground

Wirklich zufrieden bin ich mit der Ausbeute nicht, auch das habe ich neulich schon einmal geschrieben. Einige Fotos sind aus technischer Sicht irgendwie mangelhaft, andere sind eher Standard-Touristen-Schnappschüsse. Zum Teil bin ich durch die Stadt und habe keine Motive gesehen, bei anderer Gelegenheit fehlte mir jede Idee, wie ich entdeckte Motive fotografisch umsetzen könnte. Ich schiebe beides einfach mal auf die in jüngster Vergangenheit fehlende Übung: Der London-Trip war tatsächlich das erste Mal seit Ende Januar (!), dass ich mit meiner Kamera unterwegs war.

Deshalb: (konstruktive) Kritik ist herzlich willkommen.

Aus dem Archiv: Planten un Blomen

Sonntag, 7. Februar 2010

Ich bin mir ja nicht ganz sicher, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in Hamburg ist es immer noch schweinekalt, und die Unmengen an Schnee, die hier  noch liegen, haben zumindest auf meinem Weg zur Arbeit Gesellschaft von zentimeterdickem Eis auf den Bürgersteigen bekommen, das man nur langsam und vorsichtig überqueren kann. Wenigstens weiß ich jetzt, warum Pinguine so kleine Schritte machen… An Fototouren ist da momentan nicht zu denken. Erstens frieren mir bei den Temperaturen die Finger ein, zweitens ist mein Blick eher auf meine Schritte gerichtet (siehe oben) – schöne Motive entdecke ich da eh nicht.

Dafür hab ich ein paar schöne Motive Bilder in meinem Foto-Archiv entdeckt: ein Ausflug im Oktober zu Planten un Blomen hier in der Hansestadt. Wie der Name vermuten lässt gibt’s da viele Pflanzen und Blumen zu sehen:

Ich freue mich schon auf den Frühling.

Landungsbrücken im Eis

Sonntag, 31. Januar 2010

Vro knapp zwei Wochen hat ein Freund mit erzählt, dass die Speicherstadt in Hamburg dank Eis derzeit ganz schnuckelig aussähe. Schnee hin, Kälte her: Heute bin ich los, um genau das zu fotografieren. Ums kurz zu machen: Die Speicherstadt selbst war zwar imposant, aber aus fotografischer Sicht zumindest irgendwie langweilig. Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem – auf dem Weg von der S-Bahn-Station “Landungsbrücken” bis zur Speicherstadt gab’s nämlich ‘ne Menge zu sehen und zu knipsen.

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Hamburg: Eis auf der Alster

Mittwoch, 20. Januar 2010

Am letzten Sonntag war’s endlich soweit: Ich hab meine erste Fototour des Jahres unternommen. Es ging an die Alster, dank seit Wochen kaltem Wetter war ordentlich Eis drauf. Und da jetzt viele Fotos folgen, die meisten im Hochformat, und der Post dadurch unglaublich lang wird füge ich ausnahmsweise mal das more-Tag hier ein.

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Low Key

Montag, 14. Dezember 2009

dienitty hat mal wieder was gebloggt, was mich direkt herausgefordert hat: Sie hat versucht, Low Key-Bilder zu schießen. Da ich diese Optik auch sehr mag dachte ich mir, ich probier’ mal mein Glück. Herausgekommen ist das:

LoKeyTeddy_fertig

LoKeyTeddy_fertig

Das Foto Schritt für Schritt

Da ich diese Optik besonders bei Portraits auch sehr mag und in Ermangelung eines menschlichen Models musste ein Teddy herhalten – war ein Weihnachtsgeschenk meines kleinen Bruders vor zwei Jahren, der Rücken ist eine Tasche, in den man eine Wärmflasche stecken kann, und er hört auf den Namen Jacques.

Zunächst hab ich mich um den Aufbau gekümmert: In diesem Falle glücklicherweise ists im Winter früh dunkel, so dass ich kein einfallendes Licht aussperren musste. Als Lichtquelle diente mir ausschließlich eine Schreibtischlampe (20 Watt). Damit der Hintergrund schön in der Dunkelheit verschwindet habe ich die Lampe so gedreht, dass die Wand kein direktes Licht abbekommt. Einzig der Teddy sollte direkt beleuchtet sein, weshalb ich ihn schön weit von der Wand weg platzieren musste. Ein wenig fotografisches Hilfsmittel dabei: Eine Dose Ravioli, damit Jacques nicht umkippt. Das ganze sah dann so aus.

LoKeyTeddy

LoKeyTeddy Aufbau

Wie man vielleicht sieht ist mein Hintergrund (Tür und Heizung) weiß, was bei Low Key-Aufnahmen vielleicht nicht so nahe liegt.

Beim Foto selbst habe ich zunächst den niedrigsten ISO-Wert, den ich zur Verfügung habe, ausgewählt. Bei meiner Kamera heißt das “Lo80″, soll ein Modus speziell für Low-Key-Aufnahmen sein und dafür sorgen, dass auch in dunklen Bereichen noch Zeichnungen vorhanden sind. Für die Belichtungsmessung heißen die Zauberworte “Spot-Messung” und “manuelle Einstellung”: Per Spotmessung hab ich die hellste Stelle meines Models (rechts neben der Nase) angepeilt und mir die Werte für Blende und Verschlusszeit, die die Kamera gewählt hätte, gemerkt. Anschließend hab ich für die manuelle Einstellung die Blende übernommen, die Belichtungszeit allerdings verkürzt und mich Bild für Bild ans passende Ergebnis heran fotografiert. In Zahlen: Bei Brennweite 60mm bei 1/6 Sekunde F 5,6. Ohne jede Bearbeitung sieht das Ergebnis zunächst so aus:

LoKeyTeddy unbearbeitet

LoKeyTeddy unbearbeitet

Bildbearbeitung

Ein bisschen was nachgeschraubt hab ich dennoch, allerdings hat mich das ganze keine fünf Minuten gekostet (Aufbau und Fotografieren war zeitaufwändiger): Zunächst hab ich in der Bildbearbeitung die Funktion für den automatischen Weißabgleich gewählt – war an der Kamera auch aktiviert, und in Kombination mit der Auto-Funktion im GIMP erziele ich damit in der Regel ganz gute Ergebnisse.

LoKeyTeddy Weißabgleich

LoKeyTeddy Weißabgleich

Schon besser unter dem Aspekt Licht und Schatten, aber der Hintergrund ist mir noch zu hell. Deshalb einfach nochmal den Kontrast hochschrauben und schon haben wir dieses Bild:

LoKeyTeddy Kontrast

LoKeyTeddy Kontrast

Geht doch: Die Schatten verschwinden im Dunkel, die belichtete Teddy-Seite bleibt schön hell. Bis hierher keine zwei Minuten (Datei öffnen und immer zwischenspeichern inklusive).

Etwas aufwändiger war lediglich der letzte Schritt: Einen hübschen Ausschnitt wählen (das ging schnell) und das letzte bisschen Boden, das links vom Bär noch einigermaßen zu sehen ist, großflächig über die “Abwedeln”-Funktion abgedunkelt. Aber auch das waren keine zwei Minuten – und das Ergebnis ist ganz oben zu bewundern.

Fazit

Die wichtigsten Schritte bei dieser Low Key-Aufnahme aus meiner Sicht:

  • gezielte Beleuchtung: nur eine Lichtquelle, Licht von der Seite und leicht von hinten kein direktes Licht auf den Hintergrund
  • Belichtungsmessung per Spot-Messung: jede andere Einstellung hätte versucht, die dunklen Stellen aufzuhellen, womit der Low Key-Effekt natürlich dahin wäre
  • gewollte Unterbelichtung: laut meiner Kamera war das Bild fast zwei Blendenstufen unterbelichtet – entweder mit der Belichtungskorrektur arbeiten oder gleich manuell einstellen

@dienitty: Ich hoffe, das hilft Dir bei Deinen Versuchen ein bisschen weiter. Bin schon gespannt auf Deine Bilder. ;-)

Brennweite und Darstellung

Samstag, 12. Dezember 2009

Interessanter Nebeneffekt meines Fotoshootings mit meiner Bassgitarre neulich: Ich hab ein paar Bilder, die sehr schön den Zusammenhang zwischen Brennweite und perspektivischer Darstellung illustrieren.

Kleine Brennweite:

Korpus 18mm

Korpus 18mm

Mittlere Brennweite:

Korpus 50mm

Korpus 50mm

Etwas größere Brennweite:

Korpus 100mm

Korpus 100mm

Korpus 200mm

Korpus 200mm

Wie man sieht, ändert sich die perspektivische Darstellung mit Änderung der Brennweite und (zumindest einigermaßen) gleichem Abbildungsmaßstab. Bei kleiner Brennweite wird der Vordergrund betont, je größer die Brennweite, desto mehr wird der Hintergrund betont.

Die Brennweite ändert dabei nicht die Perspektive. Die habe ich bei jedem Bild geändert, damit der Korpus immer gleich groß im Bild abgebildet wurde. Der Unterschied wird hier sehr schön erklärt.

Endlich einmal Zeit (2)

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Der erste Versuch, meinen Bass ins rechte Licht zu rücken, ist ja (in meinen Augen) nicht so recht geglückt. Ein zweiter Versuch wurde im Aufbau jäh durch ein klingelndes Telefon unterbrochen. So gesehen ist das jetzt Versuch Nr. 3. Und zumindest bin ich schonmal zufriedener als beim ersten Mal:

Corpus 200mmF8

Korpus 200mmF8

dienitty hat meinen ersten Versuch kommentiert, und den Kommentar hab ich mir zu Herzen genommen: Zum einen hab ich den Fokus auf den goldenen Steg gelegt, wodurch die Spiegelung auf dem Korpus viel besser zur Geltung kommt. Zum anderen hab ich den Aufbau so arrangiert, dass als Hintergrund nur meine weiße Wand zu sehen ist (und nicht wie vorher der Laminat-Boden, der dem Bass farblich zu ähnlich ist). Durchs indirekte Blitzen über die Decke sieht die zwar ein wenig gräulich aus, was ich allerdings nicht schlimm finde. Durch die Brennweite (200mm) verschwinden Hals und Kopf schön in Unschärfe, dank Blende 8 ist die Tiefenunschärfe jedoch nicht zu stark ausgeprägt. Schließlich hab ich noch die Perspektive einen Tick tiefer gewählt. Alles in allem in meinen Augen ein weitaus besseres Bild als vorher.

Hals 18mmF8

Hals 18mmF8

Das ist viel eher das Foto, das ich vor meinem ersten Shooting schon im Kopf hatte. Durch die kleinste mir mögliche Brennweite (18mm) wirkt der Hals extrem lang, der Kopf erscheint auf dem Foto fast so groß wie der Korpus. Geblitzt hab ich diesmal über die Wand (hinten), was man schön am Schattenwurf sehen kann (und auch an der Reflexion auf dem Korpus). Kleiner Trick, den man auf dem Bild (hoffentlich) nicht sieht: Eine Packung Taschentücher hebt den Korpus ein wenig an, so dass der Kopf und die Mechaniken nicht auf dem Boden aufliegen. Schließlich noch ein bisschen die Farbsättigung im allgemeinen rausgenommen, die Gelb-Sättigung allerdings erhöht, damit das Gold der Mechaniken und die gelbe Umwickelung der Saiten besser rauskommen.

Mechaniken

Mechaniken

Last but not least: Eine Detailaufnahme der Mechaniken.

Ich hab noch ‘nen zweiten Bass, der steht allerdings bei meinem kleinen Bruder. Zu Weihnachten bin ich da – und meine Kamera nehm ich natürlich mit. :-)

Fototour: Nikolaikirche

Montag, 7. Dezember 2009

Tolles Wetter in Hamburg, das ich heute vormittag zu einer kurzen Fototour genutzt habe. Mein Ziel: Die Nikolaikirche, eine Kirchenruine mitten in Hamburg.

1943 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg entschloss man sich, die Kirche nicht wieder aufzubauen. Die Trümmer wurden teilweise zur Uferbefestigung der Unterelbe genutzt, der Turm und einige Mauerreste jedoch blieben stehen und wurden später zu einem Mahnmal gegen den Krieg.

Nicht gerade leichte Kost für einen Fotoausflug. Und schwer, die Stimmung des Ortes auf Fotos wiederzugeben:

Weihnachtsmarkt am Abend (2)

Freitag, 4. Dezember 2009

Wie versprochen hier also die noch fehlenden Bilder meiner Fototour mit Stativ (die Bildbearbeitung hat gar nicht so viel Zeit in Anspruch genommen wie ich dachte):

Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus

Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus

…und ausgerechnet das erste Foto brauchte etwas mehr Beachtung. Ich musste doch einiges an perspektivischer Verzerrung ausgleichen, Baum und Laternenmast sehen immer noch nicht so gerade aus, wie sie in Wirklichkeit da stehen. Im Großen und Ganzen würde ich sagen: Das schwächste Bild meiner Tour.

Buden auf dem Weihnachtsmarkt

Buden auf dem Weihnachtsmarkt

Konzentration aufs Detail: Statt die Totale mit Baum und viel schwarzem Hintergrund ein bisschen nach unten geschwenkt, rangezoomt und exemplarisch einige Buden fotografiert – find ich gleich viel schöner. Wie man an der Reflexion der Lichter auf dem Boden sehen kann hatte es den halben Tag geregnet. Gut fürs Foto, und mindestens ebenso gut dass ich eine Regenpause erwischt hatte. :-)

Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg

Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg

Der Eingang zum Weihnachtsmarkt auf dem Jungfernstieg. Das ist eher die Schicki-Micki-Variante: keine Holzbuden, sondern weiße Pavillons mit rotem Teppich ausgelegt; hier gibts weniger Würstchenbuden, dafür bekommt man Kunsthandwerk, alles, was man aus Naturmaterialien so herstellen kann, und Reibekuchen mit Lachs. Wer genau hinschaut sieht, dass die Lämpchen beim “r” vom “Winterzauber” kaputt sind, was irgendwie gar nicht zum edlen Anspruch passen will. Was mir selbst am Bild gefällt: Die Bewegungsunschärfe und die “Schattenspiele” im Pavillon rechts. Was mir nicht gefällt: Die Mülleimer an beiden Seiten des Eingangs.

Eines hab ich noch: Die weihnachtlich geschmückte Europapassage. Und ich gebe zu: In erster Linie bin ich nicht rein, um die Deko zu fotografieren, sondern um mich ein paar Minuten aufzuwärmen…

Weihnachtliche Europapassage

Weihnachtliche Europapassage

Weihnachtsmarkt am Abend

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ich hatte es ja angekündigt: Heute hab ich mit mein Stativ geschnappt, die Kamera geschultert und bin ab zum Rathausmarkt, um da den Weihnachtsmarkt zu fotografieren. Drei Motive hatte ich mir ausgeguckt, drei andere hab ich spontan abgelichtet – nach dem Motto “wenn mein Stativ und ich schonmal hier sind”.

Die Fotos sind schön geworden find’ ich. Müssen allerdings noch kräftig bearbeitet werden (was ich eigentlich gar nicht gerne mache). Die ersten paar sind schon fertig, und die will ich niemandem vorenthalten:

Weihnachtsmarkt: Blick aufs Rathaus Hamburg

Weihnachtsmarkt: Blick aufs Rathaus Hamburg

Der Blick von den Alsterarkaden in Richtung Rathaus Hamburg mit dem auf dem Rathausplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt. Ich hoffe, die Lichtstimmung kommt ein bisschen rüber.

Hinter dem Rathaus liegt die Handelskammer, und dazwischen ist ein kleiner Platz mit einem recht pompösen Brunnen. Was ich gestern schon so faszinierend fand: Es ist dort vollkommen ruhig und (zumindest zu dieser Zeit) so gut wie menschenleer, keine 50 Meter entfernt vom Trubel des Weihnachtsmarktes.

Brunnen am Rathaus

Brunnen am Rathaus

Und als ich schon wieder einpacken wollte, hab ich nach oben geschaut und einen dramatischen Himmel über dem Rathaus von seiner Rückseite entdeckt. Also schnell wieder ausgepackt und dieses Foto geschossen:

Hamburger Rathaus (Rückseite)

Hamburger Rathaus (Rückseite)

Hat was sehr Herrschaftliches find ich. Ein paar Bilder hab ich noch, aber wie geschrieben muss ich die noch bearbeiten. Und da ich in dieser Bearbeitung sehr wenig Übung habe, wird das bestimmt länger dauern – ich peile mal unverbindlich das Wochenende an.