Diese Idee kam mir in der U-Bahn…

…und da außer mir wahrscheinlich niemand versteht, was dieses Foto mit “Sommer adé” zu tun haben soll, erzähl ich zunächst einmal was zum Inhalt:
Wenn mich jemand nach Hobbys und Interessen fragt, ist meine erste Antwort ohne Zögern “Musik”. Auf dem CD-Player liegen meine persönlichen musikalischen vier Jahreszeiten. Die Frühlings-Platte schlechthin ist für mich seit drei Jahren “Continuum” von John Mayer. Eher melancholisch und nachdenklich, trotzdem hat das Album für mich etwas von Aufbruch, und ich muss grundsätzlich an einen Sonnenuntergang an einem lauen Frühlingsabend denken. Meine Sommer-Platte wechselt jährlich, hier musste ich auch ein wenig überlegen. Gewonnen hat dieses Jahr: “Colour Me Free” von Joss Stone. Großartige Soul-Platte, die ich diesen Sommer oft gehört hab und die dann grundsätzlich gute Laune bei mir verbreitet hat. Mein Herbst-Album wandert im Bild gerade in den CD-Player: “Motherland” von Natalie Merchant – schon lange auf meiner Wunsch-Liste, jedoch erst kürzlich erworben. Warum auch immer, weckt die CD in mir ein Gefühl von und für Vergänglichkeit. Schließlich liegt dahinter schon meine Winter-CD bereit: “A Year In The Kingdom” von J. Tillman. Höre ich im Winter oft, sonst kaum (die erste Textzeile des Albums: “When I look back on my life…”). Die übrigen CDs, die sich vor dem Player stapeln, kann ich immer hören. Und nein: Das war kein willkürlicher Griff ins Regal, die Alben sind alle Handverlesen und jedes einzelne kann ich guten Gewissens empfehlen (was nicht für alle Platten gilt, die ich besitze…). Aber hier erspare ich mir und euch die Aufzählung.
Zum Fotografischen: Ich hab aus ca. einem halben Meter Entfernung mit Stativ fotografiert, bei 25mm Brennweite und 1/4 Sekunde Belichtungszeit um eine Blendenstufe abgeblendet und mit dem internen Blitz (Leitzahl 12) aufgehellt. Und obwohl ich mir beim Bildaufbau nicht so viel Zeit genommen hab, hab ich diesmal daran gedacht, den Bildstabilisator aus- und die Spiegelvorauslösung einzuschalten sowie den ISO-Wert so klein wie möglich zu stellen, damit das Bildrauschen minimiert wird. Bearbeitet habe ich das Bild kaum, lediglich die Farbwerte nachgebessert, den Kontrast geringfügig gesenkt und die Helligkeit ebenso geringfügig erhöht. Dann noch Unschärfe maskiert und das Bild auch schon gebloggt.
Und selbst wenn ich bis nächsten Montag um Mitternacht kein neues Foto mehr schießen sollte: Dieses Bild werf’ ich beim “Zack die Linse”-Projekt nur ganz weit außer Konkurrenz in den Ring (deshalb auch kein Link dahin, den gibt’s im Beitrag von gestern). Aus fotografischer Sicht ist es nun wirklich kein Hammer, gebloggt hab ich es vielmehr wegen der Geschichte zum Bild. Und es ist – da hab ich mich fast schon erschrocken – das erste Foto, das ich seit Ende Juli (!) gemacht habe.
Dafür ist blau drin. Und kein Herbstlaub.