Artikel-Schlagworte: „Bildanalyse“

Geländerschnee, diesmal schräg

Montag, 20. Dezember 2010

Auch wenn ich grundsätzlich für alles, was ich tue, eine Ausrede Begründung parat habe: Kritik, gerade wenn sie konstruktiv formuliert ist, nehme ich mir immer zu Herzen. Deshalb hab ich mich noch einmal dem Schnee auf dem Geländer meines Schlafzimmerbalkons gewidmet. Der ursprüngliche Plan war eigentlich, das Bild nochmal zu machen, nur diesmal (wie von Paleica angeregt) Geländer und Streben schräg abzubilden. Da sich in der Zwischenzeit das Motiv selbst allerdings geändert hat – so frisch wie beim ersten Bild ist der Schnee nicht mehr – ist es doch ein völlig anderes Bild geworden mit mehr Konzentration aufs Detail. Oder, etwas detaillierter beschrieben: Da der Schnee, der vorher an der Seite der Streben pappte, weg ist, hab ich vom Hoch- aufs Querformat gewechselt und mich mit längerer Brennweite auf Schnee und Eis konzentriert.

Bleibt die Frage: steigend

Schnee auf dem Geländer 1

Schnee auf dem Geländer 1

oder fallend?

Schnee auf dem Geländer 2

Schnee auf dem Geländer 2

Bevor ich meinen Favoriten verrate und (natürlich eine Begründung parat habe, warum es mein Favorit ist) würde mich ja mal interessieren, welche Variante Ihr besser findet…

“Sommer adé” (1)

Mittwoch, 22. September 2010

Diese Idee kam mir in der U-Bahn…

Vier Jahreszeiten auf CD

…und da außer mir wahrscheinlich niemand versteht, was dieses Foto mit “Sommer adé” zu tun haben soll, erzähl ich zunächst einmal was zum Inhalt:

Wenn mich jemand nach Hobbys und Interessen fragt, ist meine erste Antwort ohne Zögern “Musik”. Auf dem CD-Player liegen meine persönlichen musikalischen vier Jahreszeiten. Die Frühlings-Platte schlechthin ist für mich seit drei Jahren “Continuum” von John Mayer. Eher melancholisch und nachdenklich, trotzdem hat das Album für mich etwas von Aufbruch, und ich muss grundsätzlich an einen Sonnenuntergang an einem lauen Frühlingsabend denken. Meine Sommer-Platte wechselt jährlich, hier musste ich auch ein wenig überlegen. Gewonnen hat dieses Jahr: “Colour Me Free” von Joss Stone. Großartige Soul-Platte, die ich diesen Sommer oft gehört hab und die dann grundsätzlich gute Laune bei mir verbreitet hat. Mein Herbst-Album wandert im Bild gerade in den CD-Player: “Motherland” von Natalie Merchant – schon lange auf meiner Wunsch-Liste, jedoch erst kürzlich erworben. Warum auch immer, weckt die CD in mir ein Gefühl von und für Vergänglichkeit. Schließlich liegt dahinter schon meine Winter-CD bereit: “A Year In The Kingdom” von J. Tillman. Höre ich im Winter oft, sonst kaum (die erste Textzeile des Albums: “When I look back on my life…”). Die übrigen CDs, die sich vor dem Player stapeln, kann ich immer hören. Und nein: Das war kein willkürlicher Griff ins Regal, die Alben sind alle Handverlesen und jedes einzelne kann ich guten Gewissens empfehlen (was nicht für alle Platten gilt, die ich besitze…). Aber hier erspare ich mir und euch die Aufzählung. ;-)

Zum Fotografischen: Ich hab aus ca. einem halben Meter Entfernung mit Stativ fotografiert, bei 25mm Brennweite und 1/4 Sekunde Belichtungszeit um eine Blendenstufe abgeblendet und mit dem internen Blitz (Leitzahl 12) aufgehellt. Und obwohl ich mir beim Bildaufbau nicht so viel Zeit genommen hab, hab ich diesmal daran gedacht, den Bildstabilisator aus- und die Spiegelvorauslösung einzuschalten sowie den ISO-Wert so klein wie möglich zu stellen, damit das Bildrauschen minimiert wird. Bearbeitet habe ich das Bild kaum, lediglich die Farbwerte nachgebessert, den Kontrast geringfügig gesenkt und die Helligkeit ebenso geringfügig erhöht. Dann noch Unschärfe maskiert und das Bild auch schon gebloggt.

Und selbst wenn ich bis nächsten Montag um Mitternacht kein neues Foto mehr schießen sollte: Dieses Bild werf’ ich beim “Zack die Linse”-Projekt nur ganz weit außer Konkurrenz in den Ring (deshalb auch kein Link dahin, den gibt’s im Beitrag von gestern). Aus fotografischer Sicht ist es nun wirklich kein Hammer, gebloggt hab ich es vielmehr wegen der Geschichte zum Bild. Und es ist – da hab ich mich fast schon erschrocken – das erste Foto, das ich seit Ende Juli (!) gemacht habe.

Dafür ist blau drin. Und kein Herbstlaub. :-)

Bildschön reloaded

Freitag, 16. Juli 2010

Ich fotografiere mittlerweile seit mehr als vier Jahren, und in dieser Zeit – so bilde ich mir ein – habe ich durch Praxis, Lektüre und Beobachtung anderer Fotografen (und ihrer Blogs) einiges gelernt. Grund genug, um eines der ersten Bilder, das ich im digitalen Zeitalter je geknipst habe, erneut zu schießen. Das Original ist dieses hier:

Schienen in die Elbe

“Geknipst” trifft es wahrscheinlich wirklich am besten: Sonderlich bewusst habe ich damals noch nicht fotografiert, was für gestalterische Aspekte wie etwa die Bildaufteilung gilt, noch viel stärker jedoch für technische Aspekte – Blende und Belichtungszeit manuell einzustellen ist bei meiner Kompakten, mit der ich seinerzeit fotografiert habe, zwar möglich, aber eher umständlich. Nachdem ich die “Ebbe und Flut”-Hürde also genommen habe, war ich gestern zur richtigen Zeit am richtigen Platz:

Schienen in die Elbe reloaded

Leicht zu erkennen: Das Foto ist anders. Uhrzeit und Datum (+ 4 Jahre) stimmen einigermaßen überein, das Schiff im Hintergrund lag damals (und gestern) nicht da. Der Bildausschnitt ist unterschiedlich, beim Remake ist mehr Hintergrund und Himmel zu sehen. Und die Helligkeitswerte sind anders. Mir persönlich gefällt es besser als das Original. Und eigentlich könnte dieser Beitrag hier zu Ende sein, aber da ich schonmal da war, wollte ich mich auch intensiver mit dem Motiv auseinandersetzen.

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