2010
06.30

Auch wenn ich zur Premiere ein wenig gezwungen überzeugt werden musste: Erstmals in meiner Fotoblogger-Karriere habe ich an einem Projekt teilgenommen. Das Thema “Coffein-Sucht” war ja auch wie für mich gemacht. :-) Und ja: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Nicht nur Spaß, es hat auch meine Kreativität geweckt. Statt mit der Kamera durch die Gegend zu rennen und möglichst schicke Fotos zu schießen war die Herausforderung: Wie setze ich das vorgegebene Thema passend um? Zugegeben: Den ersten Satz, der mir beim Thema eingefallen ist (“Draußen nur Kännchen”) hab ich zwar nicht ins Bild setzen können, aber ich denke, ich habe ein paar hübsch anzusehende Bilder geschossen und das Thema gut getroffen. Auf jeden Fall habe ich mich gedanklich noch nie so viel mit Kaffee und meinem Verhältnis dazu beschäftigt wie in den letzten Tagen.

Und zu noch einem Schritt wurde ich gezwungen überzeugt: Ich habe jetzt (endlich?) einen Flickr-Account. Eigentlich bin ich sehr skeptisch wenn es darum geht, meine Dateien, insbesondere meine Fotos, auf fremde Server zu stellen. Andererseits: Ich blogge meine Fotos ja ohnehin hier. Bei Flickr eröffne ich mir halt ein Publikum, das höchstwahrscheinlich nicht auf meinem Blog landen würde. Als Bildverwaltungsapplikation werde ich Flickr ohnehin nicht nutzen – da habe ich mit digiKam eine sehr umfangreiche Bildverwaltung auf meiner privaten Festplatte.

Ein bisschen Zeit, mich mit Flickr zu befassen, habe ich jetzt jedenfalls – Urlaub sei dank. :-)

2010
06.28

Heute ist der letzte Tag des Kaffee-Projektes von Nitty und Lacaosa. Die meisten Fragen hab ich zwar schon beantwortet, eine bin ich aber noch schuldig geblieben: Wie trinke ich meinen Kaffee an liebsten?

Ein Cappuccino am Morgen am RathausfleetSchwarz, ohne Zucker, aus meiner Lieblings-Borussia-Dortmund-Tasse – so trinke ich meinen Kaffee am häufigsten. Am liebsten allerdings gönne ich mir einen Cappuccino, mit einem Löffel Zucker und Kakao auf dem Sahnehäubchen, gerne von einer der in Hamburg dominanten Kaffeeketten. Im Frühling und Sommer am liebsten zum Mitnehmen, dann suche ich mir ein gemütliches Plätzchen in der Sonne und mit Blick aufs Wasser. Im Herbst und Winter mache ich nach einer Fototour gerne in einem der besagten Kaffeehäuser Station, trinke meinen Cappuccino am Tisch und sortiere – meist noch bei einem Stück Kuchen – die ersten Fotos aus.

Ich glaube, ich weiß auch, warum ich meinen Kaffee so am liebsten trinke: Daheim und im Büro gibt’s den nicht – wenn ich einen Cappuccino mit Zucker und Kakao auf dem Sahnehäubchen vor mir oder in der Hand habe, bin ich gerade unterwegs und hab’ frei oder zumindest Pause. :-)

Ein Kollege hat mir mal den Tipp gegeben, auf dem Weg zur Arbeit einen Espresso zu trinken – so ginge man wenigstens mit einem südländischen Gefühl zur Arbeit. Genau das hab ich heute Morgen gemacht um dieses Foto zu schießen: eine halbe Stunde früher Richtung Büro, noch schnell nen Cappuccino gegriffen und ne Viertelstunde ans Rathausfleet gesetzt und zwei streitende Möwen beobachtet. Herrlich – auch wenn’s dann Überwindung gekostet hat, mich an meinen Schreibtisch zu begeben.

Das Foto hab ich übrigens nicht mit meiner Sony-DSLR geschossen, sondern mit meiner mittlerweile vier Jahre alten Kompaktkamera von Casio. Faszinierend, was für Bilder die gerade im Makromodus schießt. (Und ja, die Schiefe ist Absicht – gerade sah es langweilig aus…)

Dieser Post ist Teil des Projekts C8H10N4O2-süchtig von Nitty und Lacaosa.

2010
06.27

Kaffee-Lieder

Fotografieren ist nicht mein größtes Hobby – ganz weit vorne ist konkurrenzlos Musik. Während ich mich im Rahmen des Kaffee-Projektes über das Thema nachgedacht, fotografiert und Fotos aufpoliert habe, hab ich mich immer wieder gefragt: Wie viele Lieder über Kaffee fallen mir ein?

Es gibt unzählige Songs über Liebe in allen platonischen und körperlichen Formen, “love” ist gefühlt das Wort, das am häufigsten in Songtiteln vorkommt. Im Windschatten dessen gibt es unzählige Songs, die Frauennamen tragen (eine kleine Auswahl gibt es hier). Aber Lieder mit Kaffee im Titel? Mir fallen spontan vier ein:

“Zucker im Kaffee” von Erik Silvester
“One More Cup Of Coffee” von Bob Dylan
“Coffee & TV” von Blur
“Black Coffee” von Peggy Lee (toller Song: -> YouTube)

Ich bin mir sicher: Bei einem Thema, das so viele bewegt, bei etwas, ohne das so viele ihren Alltag nicht überstehen würden, kann das nicht alles sein.

2010
06.27

Zum Glück wird Kaffee üblicherweise in Tassen abgerechnet. Dann klingt es wenigstens nicht nach ganz so viel, was ich so über den Tag verteilt an nicht immer magenmildem Muntermacher in mich hineinkippe.

ein paar Kaffeetassen und mein KaffeebecherAn einem normalen Bürotag schaffe ich bis zum Feierabend gerne fünf bis sechs Tassen. Je nach Tag und Tagesform mal mehr, mal weniger (im Sommer macht es halt einfach nicht so viel Spaß, eine Tasse heißen Kaffee vor der Nase stehen zu haben…). Es müssen jedoch schon außergewöhnliche Umstände zusammen kommen, damit ich mit der Tassenanzahl zweistellig werde. An dieser Stelle will ich mal nicht näher eingehen auf die Tassengröße… ;-)

Zum Foto: Es soll ja Leute geben, denen ist es egal aus welcher Tasse sie ihren Kaffee trinken. Ich gehöre allerdings ganz klar zur Kategorie “Lieblingsbecherkaffeetrinker”. Und genau den seht ihr hier, umzingelt von charakterlosen Einheits-Tässchen: den Borussia Dortmund Kaffebecher mit BVB-Emblem in Harley Davidson-Look. Den Becher hab ich seinerzeit noch in D-Mark bezhalt, er hat mein Studium und diverse Umzüge unbeschadet überstanden, ist meine erste und zweite Wahl bei der Suche nach einer Kaffeetasse (und meine letzte Wahl bei jedem anderen Getränk), und ich reagiere pikiert bis beleidigt, wenn jemand anderes als ich aus “meiner” Tasse trinkt.

Dieser Post ist Teil des Projekts C8H10N4O2-süchtig von Nitty und Lacaosa.

2010
06.26

Jaja, ich weiß: Eigentlich sollte ich ein paar Bilder für das Kaffee-Projekt machen, damit ich da mehr als nur einen Beitrag stehen habe. Aber dieses Wochenende sind Harley Days in Hamburg. Und ich musste eh in die Stadt. Und hatte zufällig meine Kamera dabei. Ach, was soll’s: Ich hab heute halt Motorräder auf der Mönckebergstraße statt Kaffee fotografiert:

2010
06.23

Schwarz, ohne Zucker. Das ist die einzig angemessene Art, beim Frühstück und im Büro Kaffee zu trinken, zumindest in meiner Welt. Mit Milch soll er ja angeblich schneller wach machen, jedenfalls höre ich das häufiger. Mir ist das egal: Kaffee ist für mich kein rein funktionales Getränk, sondern vielmehr Ritual. Morgens zum Butterbrot genauso wie am Schreibtisch, wo die Tasse schwarzer Kaffee irgendwie zur Einrichtung gehört, gleichwertig neben Monitor und Maus, Block und Bleistift.

I love coffeeLiebe ich Kaffee? Ja, oft. Besonders im Büro gehört die Tasse Kaffee einfach dazu – eher kann ich auf den Kaffee zum Frühstück verzichten. Ich muss ihn noch nicht einmal trinken, es reicht oft, ihn mit beiden Händen etwa in Kinnhöhe zu halten und das Aroma tief einzuatmen, damit sich bei mir ein wohliges Gefühl der Entspannung breit macht. Gerade wenn es draußen kalt und windig ist (und in Hamburg ist es oft windig) geht nichts über eine heiße Tasse Kaffee, an der ich bei Arbeitsbeginn – nachdem der Computer gestartet ist und der Virenscanner beim Start des Mailprogramms ohnehin zu einer kurzen Pause zwingt – meine Hände wärmen kann.

Hasse ich Kaffee? Ja, oft. Besonders im Büro gehört die Tasse Kaffee einfach dazu – fast etwas wie ein Schreibtischschmuck, ohne den mir die Konzentration schwerer fällt. Ich muss ihn noch nicht einmal trinken, es reicht oft, wenn die Tasse gut sichtbar zwischen Monitor und Tastatur steht, auf einer leeren CD-Hülle, die als Untersetzer dient und mittlerweile arg zerkratzt ist. Gerade wenn das Telefon klingelt (und mein Telefon klingelt oft) komme ich nicht dazu, alle paar Sekunden an meinem Kaffee zu nippen – mit der Folge, dass der Kaffee kalt und bitter wird und sich beim nächsten Schluck alles andere als ein wohliges Gefühl der Entspannung breit macht, sondern eher Ekel und Abscheu.

Die Liebe aber überwiegt.

Zum Foto: Ich weiß, da ist noch Luft nach oben, gerade in Sachen Bildaufbau. Ich habe mir zwar viel mehr Zeit genommen als sonst für ein Foto und ein wenig rumprobiert, aber irgendwann war’s dann auch mal genug. Zum einen, weil der Kaffee beim Shooting kalt wurde. Zum anderen, weil ich sonst das Deutschland-WM-Spiel gegen Ghana verpasst hätte. Ganz so weit geht meine Liebe zum Kaffee dann eben doch nicht.

(Und ich hoffe, ich ziehe mir mit diesem Foto nicht Birgits Colorkey-Zorn zu…)

Dieser Post ist Teil des Projekts C8H10N4O2-süchtig von Nitty und Lacaosa.

2010
06.20

Zufälle gibt’s: Da sitze ich heute Morgen nach dem Frühstück noch am Tisch und überlege, ob ich nicht doch vielleicht beim Projekt C8H10N4O2 von Nitty und Lacaosa aufspringen soll – und plötzlich bietet sich mir beim Blick auf/in meine Kaffeekanne dieses Bild:

Lachender Kaffee

Lachender Kaffee

Wohlgemerkt: Kein Photoshop oder sonstiges, sondern ein Schnappschuss, quasi “aus der Hüfte geschossen”. Viel Zeit zum Arrangieren hatte ich nicht, was man an den Frühstücks-Reste-Krümeln im Vordergrund und den Zutaten fürs Abendessen im Hintergrund eventuell erkennt… Aber wenn das mal kein Zeichen ist. ;-)

Zufälligerweise zeigt das Bild auch noch meine bevorzugte Art (zumindest Zuhause) der Kaffeezubereitung: die gute alte Bodum-Presskanne (mit dem sympathischen Werbeslogan “make taste, not waste”). Wer’s nicht kennt: In die Glaskanne kommt das Kaffeepulver, kochendes Wasser drauf, ein paar Minuten ziehen lassen, umrühren und dann mit dem eingebauten Filter das Pulver runter drücken. Großartiges Aroma, allerdings ein wenig zeitaufwändig und deshalb eher ein Ritual fürs Wochenende oder den (freien) Nachmittag.

Als “Projektteilnahme” betrachte ich das mal noch nicht. Mal sehen, ob ich bis zum 28.6. noch neben Büro und Fußball-WM ein paar Bilder hinbekomme und dann auch die zugehörigen Fragen beantworten kann. (Dabei ist das Thema des Projekts doch wie für mich gemacht – streng Dich an, Daniel!)

2010
06.11

Vor zwei Wochen habe ich eine neue meine erste Serie gestartet: Unter dem Serientitel “Gesichter der Großstadt” will ich Fotos veröffentlichen, die Hamburg – meine Wahl-Heimat und mittlerweile wirklich meine Heimat – mal nicht von seiner schönen, idyllischen Postkarten-Seite zeigen. Und da eine Serie keine Serie ist, wenn’s bei nur beim Pilotfilm bleibt, folgt nun Folge 2 der ersten Staffel:

baustelle

Rund 100 Meter Luftlinie vom Hauptbahnhof entfernt: Bis vor wenigen Wochen stand da noch ein rotes Backsteingebäude, anhand der Wand des Nachbarhauses kann man noch erahnen wie es mal ausgesehen hat. Mittlerweile ist auch der Schutt abgetragen, in der Häuserzeile klafft einfach nur eine Lücke.

“Na und? Ist halt ‘ne Baustelle, gibt’s doch ständig und überall.” Genau das ist es: Städte ändern ständig ihr Gesicht. Kein komplettes Facelifting, mehr nach dem Motto hier ein bisschen Feuchtigkeitscreme, da mal eine Augenbraue zupfen. Kleine Veränderungen, meist unbemerkt und kaum beachtet, aber stetig und ständig.

2010
06.09

Eher zufällig bin ich heute über ein vier Jahre altes Foto von mir gestolpert. Damals sah ich so aus (auch wenn’s mir ja fast peinlich ist):

Daniel 2006In meinen Augen heute: ein 30-Jähriger, der aussieht wie ein 18 Jahre alter Milchbubi. Dabei ist’s noch gar nicht sooo lang her. Umso erstaunlicher, wenn ich in den Spiegel schau. Tagesaktuell seh’ ich da so aus:

Daniel 2010Zugegeben: Ich bin ganz schön alle heute. So schlecht rasiert bin ich auch nicht jeden Tag. Außerdem ist’s Vogel- gegen Froschperspektive, Sonne gegen Energiesparlampenlicht. Und ich seh’ auch immer noch nicht unbedingt so alt aus wie ich tatsächlich bin. Aber leugnen kann ich’s trotzdem nicht: In den letzten Monaten bin ich älter geworden, und das sieht man mir auch an.

Und ich finde, es steht mir gut.

(Die alternative Überschrift war übrigens “Tschüss, Milchbubi”…)

2010
06.02

(Die beiden Themen haben gar nicht so eng miteinander zu tun, wie es die Überschrift vielleicht nahe legt…)

Ich hab es hier schon ein paar Mal kundgetan: Ich bin kein großer Fan von Bildbearbeitung. Mit fehlt halt oft die Geduld, mich vor meinen Rechner zu setzen und an meinen Fotos zu arbeiten, selbst wenn sie danach um einiges besser aussehen könnten. Und ausgerechnet ich war heute im Büro dazu auserwählt, ein Layout zu entwerfen und zu Ansichtszwecken auch optisch umzusetzen. Was soll ich sagen: Einen Kreativ-Kaffee und ein paar Dutzend Ebenen im GIMP später (zum Glück hab ich den auch im Büro installiert) bin ich um viel Bildbearbeitungserfahrung und ein paar lobende Worte von Kollegen und Chef reicher. Zur Krönung des Ganzen gefällt mir selbst das Ergebnis auch außerordentlich gut, und es hat mir auch noch ne Menge Spaß gemacht. :-) Mal sehen, ob diese Erfahrung meine allgemeine Einstellung zur Bildbearbeitung ins Wanken bringt…

Nicht nur ins Wanken gekommen, sondern gekippt ist das Wordbook-Plugin in meiner WordPress-Installation. Für alle, die es nicht kennen: Wordbook veröffentlicht automatisiert neue Blog-Posts als Statusupdates bei Facebook. Fand ich anfangs total nützlich. Mittlerweile nicht mehr. Fragt mich nicht warum, aber ich will nicht, dass alles, was ich hier poste, auch gleich auf Facebook erscheint. Obwohl mein Blog öffentlich viel leichter zugänglich ist als mein Facebook-Profil. Trotzdem: Ich trenn es lieber: Farewell, Wordbook.