Archiv für die Kategorie „Auf Fototour“

Na endlich…

Dienstag, 23. März 2010

Das wurde auch Zeit: Ich hab wieder fotografiert. Ich war übers Wochenende in London, zwei Tage bin ich mit der Kamera durch die Stadt getigert, rund 120 Bilder sind nach Aussortieren noch auf meiner Speicherkarte geblieben. Die meisten muss ich noch ein wenig bearbeiten, dann werden sie auch hier zu bewundern sein. Eine Auswahl zumindest…

Ich bin jetzt schon gespannt auf eventuelle Kommentare zu den London-Fotos. Denn ganz ehrlich: Wirklich zufrieden bin ich mit der Ausbeute nicht. Viele Bilder sind typische Touristen-Schnappschüsse. Wirklich originelle Fotos sind in meinen Augen kaum darunter – dabei ist die Stadt voll von Motiven. Entweder hat mich die Motivblindheit erwischt, oder ich bin einfach aus der Übung. Ich hoffe auf letzteres. Naja, Ihr werdet es sehen. Ich peile mal unverbindlich das Wochenende an.

Aus dem Archiv: Planten un Blomen

Sonntag, 7. Februar 2010

Ich bin mir ja nicht ganz sicher, wie es im Rest der Republik aussieht, aber hier in Hamburg ist es immer noch schweinekalt, und die Unmengen an Schnee, die hier  noch liegen, haben zumindest auf meinem Weg zur Arbeit Gesellschaft von zentimeterdickem Eis auf den Bürgersteigen bekommen, das man nur langsam und vorsichtig überqueren kann. Wenigstens weiß ich jetzt, warum Pinguine so kleine Schritte machen… An Fototouren ist da momentan nicht zu denken. Erstens frieren mir bei den Temperaturen die Finger ein, zweitens ist mein Blick eher auf meine Schritte gerichtet (siehe oben) – schöne Motive entdecke ich da eh nicht.

Dafür hab ich ein paar schöne Motive Bilder in meinem Foto-Archiv entdeckt: ein Ausflug im Oktober zu Planten un Blomen hier in der Hansestadt. Wie der Name vermuten lässt gibt’s da viele Pflanzen und Blumen zu sehen:

Ich freue mich schon auf den Frühling.

Landungsbrücken im Eis

Sonntag, 31. Januar 2010

Vro knapp zwei Wochen hat ein Freund mit erzählt, dass die Speicherstadt in Hamburg dank Eis derzeit ganz schnuckelig aussähe. Schnee hin, Kälte her: Heute bin ich los, um genau das zu fotografieren. Ums kurz zu machen: Die Speicherstadt selbst war zwar imposant, aber aus fotografischer Sicht zumindest irgendwie langweilig. Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem – auf dem Weg von der S-Bahn-Station “Landungsbrücken” bis zur Speicherstadt gab’s nämlich ‘ne Menge zu sehen und zu knipsen.

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Hamburg: Eis auf der Alster

Mittwoch, 20. Januar 2010

Am letzten Sonntag war’s endlich soweit: Ich hab meine erste Fototour des Jahres unternommen. Es ging an die Alster, dank seit Wochen kaltem Wetter war ordentlich Eis drauf. Und da jetzt viele Fotos folgen, die meisten im Hochformat, und der Post dadurch unglaublich lang wird füge ich ausnahmsweise mal das more-Tag hier ein.

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Fototour: Nikolaikirche

Montag, 7. Dezember 2009

Tolles Wetter in Hamburg, das ich heute vormittag zu einer kurzen Fototour genutzt habe. Mein Ziel: Die Nikolaikirche, eine Kirchenruine mitten in Hamburg.

1943 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg entschloss man sich, die Kirche nicht wieder aufzubauen. Die Trümmer wurden teilweise zur Uferbefestigung der Unterelbe genutzt, der Turm und einige Mauerreste jedoch blieben stehen und wurden später zu einem Mahnmal gegen den Krieg.

Nicht gerade leichte Kost für einen Fotoausflug. Und schwer, die Stimmung des Ortes auf Fotos wiederzugeben:

Weihnachtsmarkt am Abend (2)

Freitag, 4. Dezember 2009

Wie versprochen hier also die noch fehlenden Bilder meiner Fototour mit Stativ (die Bildbearbeitung hat gar nicht so viel Zeit in Anspruch genommen wie ich dachte):

Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus

Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus

…und ausgerechnet das erste Foto brauchte etwas mehr Beachtung. Ich musste doch einiges an perspektivischer Verzerrung ausgleichen, Baum und Laternenmast sehen immer noch nicht so gerade aus, wie sie in Wirklichkeit da stehen. Im Großen und Ganzen würde ich sagen: Das schwächste Bild meiner Tour.

Buden auf dem Weihnachtsmarkt

Buden auf dem Weihnachtsmarkt

Konzentration aufs Detail: Statt die Totale mit Baum und viel schwarzem Hintergrund ein bisschen nach unten geschwenkt, rangezoomt und exemplarisch einige Buden fotografiert – find ich gleich viel schöner. Wie man an der Reflexion der Lichter auf dem Boden sehen kann hatte es den halben Tag geregnet. Gut fürs Foto, und mindestens ebenso gut dass ich eine Regenpause erwischt hatte. :-)

Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg

Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg

Der Eingang zum Weihnachtsmarkt auf dem Jungfernstieg. Das ist eher die Schicki-Micki-Variante: keine Holzbuden, sondern weiße Pavillons mit rotem Teppich ausgelegt; hier gibts weniger Würstchenbuden, dafür bekommt man Kunsthandwerk, alles, was man aus Naturmaterialien so herstellen kann, und Reibekuchen mit Lachs. Wer genau hinschaut sieht, dass die Lämpchen beim “r” vom “Winterzauber” kaputt sind, was irgendwie gar nicht zum edlen Anspruch passen will. Was mir selbst am Bild gefällt: Die Bewegungsunschärfe und die “Schattenspiele” im Pavillon rechts. Was mir nicht gefällt: Die Mülleimer an beiden Seiten des Eingangs.

Eines hab ich noch: Die weihnachtlich geschmückte Europapassage. Und ich gebe zu: In erster Linie bin ich nicht rein, um die Deko zu fotografieren, sondern um mich ein paar Minuten aufzuwärmen…

Weihnachtliche Europapassage

Weihnachtliche Europapassage

Weihnachtsmarkt am Abend

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ich hatte es ja angekündigt: Heute hab ich mit mein Stativ geschnappt, die Kamera geschultert und bin ab zum Rathausmarkt, um da den Weihnachtsmarkt zu fotografieren. Drei Motive hatte ich mir ausgeguckt, drei andere hab ich spontan abgelichtet – nach dem Motto “wenn mein Stativ und ich schonmal hier sind”.

Die Fotos sind schön geworden find’ ich. Müssen allerdings noch kräftig bearbeitet werden (was ich eigentlich gar nicht gerne mache). Die ersten paar sind schon fertig, und die will ich niemandem vorenthalten:

Weihnachtsmarkt: Blick aufs Rathaus Hamburg

Weihnachtsmarkt: Blick aufs Rathaus Hamburg

Der Blick von den Alsterarkaden in Richtung Rathaus Hamburg mit dem auf dem Rathausplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt. Ich hoffe, die Lichtstimmung kommt ein bisschen rüber.

Hinter dem Rathaus liegt die Handelskammer, und dazwischen ist ein kleiner Platz mit einem recht pompösen Brunnen. Was ich gestern schon so faszinierend fand: Es ist dort vollkommen ruhig und (zumindest zu dieser Zeit) so gut wie menschenleer, keine 50 Meter entfernt vom Trubel des Weihnachtsmarktes.

Brunnen am Rathaus

Brunnen am Rathaus

Und als ich schon wieder einpacken wollte, hab ich nach oben geschaut und einen dramatischen Himmel über dem Rathaus von seiner Rückseite entdeckt. Also schnell wieder ausgepackt und dieses Foto geschossen:

Hamburger Rathaus (Rückseite)

Hamburger Rathaus (Rückseite)

Hat was sehr Herrschaftliches find ich. Ein paar Bilder hab ich noch, aber wie geschrieben muss ich die noch bearbeiten. Und da ich in dieser Bearbeitung sehr wenig Übung habe, wird das bestimmt länger dauern – ich peile mal unverbindlich das Wochenende an.

Anfängerfehler

Montag, 23. November 2009

Normalerweise finden sich in Fotoblogs ja immer die gelungensten Aufnahmen, sozusagen eine “Ultimate Definitive Greatest Shots Collection”. Ist bei mir bislang ja genauso. Aber das ändert sich jetzt:

Das Hamburger Rathaus

Das Hamburger Rathaus

Das Foto war eines der ersten Bilder, die ich als Digitalfotograf überhaupt geschossen habe. Damals (Mai 2006) fand ich es ganz toll. Mittlerweile schrecklich. Die Bildkomposition hat diesen Namen nicht verdient (wollte ich überhaupt das Rathaus fotografieren oder doch das Alsterfleet im Vordergrund?), zu allem Überfluss ist auch noch die Turmspitze abgeschnitten, der Schärfepunkt liegt auch falsch. Dass der Himmel überbelichtet ist, kann ich ja noch auf meine fotografische Unerfahrenheit seinerzeit schieben.

Was würde ich heute anders machen? Den ganzen Bildausschnitt höher schieben – dann ist der Rathausturm ganz drauf und außerdem weniger vom aktuell sehr dominanten Wasser im Vordergrund. Wenn man schon mit einer Belichtungsautomatik arbeitet bei solchen Lichtverhältnissen entweder den Himmel mit einbeziehen z.B. über Mehrfeld-/mittenbetonte Messung) oder per Belichtungskorrektur abdunkeln, bis der Himmel passt. Aus dunklen Stellen lässt sich per digitaler Nachbearbeitung noch was rausholen, aus überbelichteten nicht.

Oder wie wäre es hiermit:

Harley-Teddy

Harley-Teddy

Ein Spitzen-Motiv: Die Harley-Days in Hamburg, überall Rocker, Lederjacken, Chrom, Testosteron liegt in der Luft. Und mittendrin, auf einer aufgemotzten Maschine, sitzt dieser Teddy auf dem Sozius. Aber auch hier: Komposition und falsche Schärfe vermasseln das Foto.

Was würde ich heute anders machen? Auf den Teddy scharf stellen, abblenden für die Tiefenschärfe, die Perspektive so wählen, dass man die Motorräder besser als solche erkennt (z.B. einen Schritt nach links gehen).

Eins hab ich noch:

Segelschiff im Hamburger Hafen

Segelschiff im Hamburger Hafen

Entstanden bei einer Hafenrundfahrt in Hamburg: Das Licht war toll, der Himmel wirkt dramatisch – ebenso dramatisch finde ich allerdings die Spiegelung der Fensterscheibe, durch die ich fotografiert habe. Ein paar Meter weiter Richtung Heck gab’s unüberdachte Plätze, wo viele Fotografen saßen – mittlerweile weiß ich warum und würde mich auch dazu setzen.

Was würde ich heute anders machen? Nicht durch die Scheibe fotografieren. Generell ist es nie verkehrt, andere Fotografen (besonders die mit den teuren Kameras) diskret zu beobachten und sich zu fragen, warum die machen, was sie gerade machen. Gerade als Anfänger habe ich viel durch Beobachtung gelernt. Aber: Nicht glotzen, und nicht die Perspektive 1:1 kopieren!

Und warum zeig ich solche miesen Schnappschüsse hier? Weil auch solche typischen Anfängerfehler zu meiner Fotografenkarriere gehören. Bilder dieser Kategorie hab ich jede Menge auf meiner Festplatte. Aber aus jedem dieser Fotos habe ich etwas gelernt.

Update: Die “Was würde ich heute anders machen?”-Absätze hab ich nach Anregung von Marcel in den Kommentaren eingefügt. Frei nach dem Motto: Nicht nur meckern, sondern auch sagen, wie es besser geht.

Beim Fotografieren fotografiert (leider nicht im Bild)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Dieses Foto vom Sony-Center in Berlin ist zugegebenermaßen alles andere als spektakulär:

Berlin:. Sony Center

Berlin:. Sony Center

Amüsanter war vielmehr, was beim Fotografieren passiert ist: Für die passende Perspektive hab ich mich halb auf den Boden gelegt. Mit solchen Stunts hab ich keine Probleme, ebenso wenig mit den Blicken der Passanten – Hauptsache, das Bild wird besser als ohne diese Verrenkungen. Ungefähr 10 Meter von mir entfernt saß ein anderer Fotograf auf einer Bank, hat mich immer dann fotografiert, wenn ich die Kamera am Auge hatte – und hat sein Teleobjektiv schnell in eine andere Richtung gedreht, wenn ich geguckt habe.

Anfangs fand ich’s frech. Mittlerweile find ich’s amüsant. Schade, dass ich den Fotografen nicht angesprochen habe und ihn um eine Kopie der Bilder gebeten hab… (ja, ich bin manchmal schüchtern).