Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Wenn ich nicht ich wäre…

Donnerstag, 28. Januar 2010

Birgit hat mich mit einem Stöckchen beworfen. Naja, genau genommen hat sie selbst ein Blog-Stöckchen aufgehoben, es anschließend in die Runde geworfen und in ihrem Post neben einigen anderen auch mich ebenso freundlich wie namentlich dazu aufgefordert, es aufzuheben. Normalerweise bin ich kein großer Fan von solchen Stöckchen, ich mag eher die offenen Fragen. Und oft frage ich mich, welche Drogen man eigentlich nehmen muss, damit einem sowas einfällt, und ob die Krankenkasse die im Zweifel bezahlen würde. Aber sei’s drum: Wenn ich so nett gebeten werde, kann ich einfach nicht nein sagen.

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Pictures of me

Sonntag, 24. Januar 2010

Fotografieren macht mir Spaß. Ich schau mir von Zeit zu Zeit auch gerne meine alten Fotos an, sehe Orte, an denen ich war, Menschen, mit denen ich Zeit verbracht habe oder die zumindest an mir vorbeigegangen sind. Jede Menge Erinnerungen schlummern in diesen Bildern. Eins allerdings zeigen sie nur ganz selten: mich.

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Ehrgeiz vs. Spaß: 1:1

Samstag, 23. Januar 2010

Ha, das passt ja: Letzte Woche noch habe ich als Antwort auf Birgits Beitrag über Muße und (bei mir fehlende) Disziplin beim Fotografieren geschrieben. Und dann flattert mir diese Woche folgende Pressemitteilung ins Büro:

Spaß kann fehlenden Ehrgeiz ersetzen

Mein Lieblingszitat ist das Fazit im letzten Absatz:

“Konkurrenz- und Leistungsdenken kann Menschen sehr stark demotivieren, besonders wenn sie ihr Wohlbefinden höher als ihre Leistungsfähigkeit bewerten”, so [die Psychologin] Albarracin. Der Grund dafür könne beispielsweise darin liegen, dass sie im Moment lieber etwas anderes tun würden, zum Beispiel, sich gut zu unterhalten. “Das ist kein schlechtes Ziel”, betont die Psychologin.

Das lass ich jetzt einfach mal unkommentiert so stehen… :-)

RE: Fotografie ist Muße. Wenn man es zulässt.

Sonntag, 17. Januar 2010

Dieser Beitrag ist eine Antwort auf “Fotografie ist Muße. Wenn man es zulässt.” von Birgit Engelhardt.

Heute war wieder einer dieser Tage: Die ganze Woche hatte ich mir schon vorgenommen, mir meine Kamera zu schnappen und an die Alster zu fahren, um da ein paar Winterfotos zu schießen. Eine richtige Fototour hab ich dieses Jahr schließlich noch nicht gemacht. Als ich dann heute Morgen Mittag aufgestanden bin, hatte ich direkt ein paar Ausreden: Es hat geschneit, außerdem war es kalt, und es gab zuhause noch so viel zu tun… und dann les ich diesen Post von Birgit.

Kurz zusammen gefasst: Birgit hat sich bislang zu sehr selbst gestresst, wenn es um ihr Hobby Fotografie ging. Bis sie mal eine kleine Pause einlegen musste, keinen Internetanschluss hatte und ihr Hobby gezwungenermaßen mal etwas ruhiger angehen lassen musste. Wie immer bei solchen philosophischen Posts hab ich mich gefragt: Wie ist das bei mir?

Muße ist nun wirklich nicht mein Problem. Ganz im Gegenteil: Wenn ich keine Lust und Muße zum Fotografieren habe, dann lass ich es. Es passiert oft genug, dass ich mit Kamera losziehe und kein einziges Foto schieße. An solchen Tagen fehlen mir Kreativität und der Blick für Motive. Das ist dann auch gar nicht schlimm – schlimmer ist es, wenn ich auf Teufel komm raus dann doch etwas fotografiere, nur um nicht umsonst meine Kamera mitgeschleppt zu haben. Das klappt zwar rein technisch gesehen, aber die Fotos werden einfach nicht schön. Ohne Muße kann ich gar nicht fotografieren.

Und wie ist Birgit in diese Situation gekommen? Ich darf mal kurz zitieren:

  • Ich habe einen Blog, den ich liebe. Aber er muss gefüllt werden, auch, wenn ich grad keine Lust habe. Das erwarten die Leser.
  • Ich habe viele Blogs im Feedreader, die zu lesen viel Zeit kostet. Aber das ist neuer Input, und das macht mich besser. Denke ich.
  • Ich habe mehrere Projekte, v.a. das Community-Kochbuch. Ich koche gerade mit Leidenschaft, aber ich muss auch nen Zwischenstand fertig machen, die Rezepte von den jeweiligen Einreichern absegnen lassen und alles online stellen. Darauf warten die Mitmacher.
  • Ich muss üben, um besser zu werden.
  • Ich habe so viele unbearbeitete Fotos auf dem Rechner, so viel ungenutztes Potenzial…
  • Und von dem einen Programm ist die Testphase von 30 Tagen fast abgelaufen, ohne dass ich es mir bisher angesehen habe.
  • Ihr seht: Viele “ich müsste”, “man erwartet” … sehr viele Ketten, die ich mir selbst auferlegt habe, ohne zu wissen, ob es sie überhaupt gibt. Versteht mich nicht falsch: An den meisten Tagen macht mir das alles sehr sehr viel Spaß. Aber manchmal ist es auch eine Last, eine Verpflichtung, eine Verplanung der Freizeit, egal ob ich will oder nicht.

Viele unbearbeitete Fotos hab ich auch. Aber ehrlich: Während sie auf meiner Festplatte schlummern, werden sie nicht schlechter. An Projekten nehm ich gar nicht erst teil – weil ich genau weiß, dass mir die Disziplin fehlt, das lange durchzuziehen. Auch ich hab ein paar Blogs im Feedreader – derzeit genau zehn, die meist nicht täglich posten. Sobald ich merke, dass ich einen Feed nicht mehr lese, fliegt er aus dem Reader raus. Und last but not least mach ich mir keinen Druck, was mein Blog angeht. Wenn ich Zeit habe, blogge ich, wenn ich keine Zeit habe, blogge ich nicht – ich hoffe mal, dass die paar Stammleser, die ich habe, nicht täglich neuen Input erwarten. Üben allerdings würde meinen fotografischen Fähigkeiten sicher gut tun. Aber selbst auferlegte Ketten? Fehlanzeige. Mit der Folge, dass ich in meinem “Fotoblog” dieses Jahr noch kein Foto veröffentlicht habe. Bei Birgit habe ich 26 gezählt.

Nein, Muße ist wirklich nicht mein Problem. Eher das Gegenteil. Der erste Absatz oben zeigt es: Mein Problem ist eher mein innerer Schweinehund. Ein ausgewachsenes und, das kann ich ganz ohne Stolz sagen, recht prächtiges Exemplar. Ginge es bei mir nur um Muße, so würde ich wahrscheinlich nur quartalsweise meine Kamera auspacken. Fotografieren tut mir gut, es macht mir Spaß – aber oft genug muss dazu erstmal besagter Schweinehund an die Kette gelegt werden.

Birgit möchte 2010 mehr Muße in ihre Fotografie bringen. Ich möchte 2010 ein bisschen mehr Disziplin in meine Fotografie bringen. Vielleicht kann ich mir von ihr in der Hinsicht eine Scheibe abschneiden.

Ach ja: Auf Fototour war ich heute, irgendwann hat der Schnee aufgehört, und ausgerechnet Birgit hat mich per Mail gescheucht. :-) Sind ein paar schöne Fotos bei rumgekommen, bei Gelegenheit werd ich sie hier veröffentlichen – sobald ich mal wieder Muße zum bloggen hab…

Januar

Freitag, 8. Januar 2010

Ich mag den Januar nicht. Der Monat hat mir zwar nicht wirklich was getan, aber meine Stimmung im ersten Jahresmonat ist in der Regel nur selten gut. Das hat zwei Gründe: Silvester und Geburtstag.

Man kann sich gar nicht dagegen wehren: Gegen Jahresende geraten alle, ohne Ausnahme, in eine melancholische Stimmung. Zum Jahresende wimmelt es nur so von Rückblicken, öffentlichen und privaten. Jeder lässt das zu Ende gehende Jahr nochmal Revue passieren und zieht seine persönliche Bilanz. Dem kann ich mich natürlich auch nicht entziehen.

Und jedes Jahr Ende Januar hab’ ich Geburtstag. Wenn ein Lebensjahr zu Ende geht, lasse ich es nochmal Revue passieren und ziehe meine persönliche Bilanz. Dem kann ich mich jedes Jahr nicht entziehen.

Das Resultat: Den gesamten Januar über bin ich in einer melancholischen Rückblicks-Stimmung. Birthday Blues nennt man das wohl. Dass es im Januar so lange dunkel ist, trägt da nicht gerade zu guter Laune bei. Dass das letzte Jahr sehr wechselhaft war und ich mir nicht sicher bin, ob ich es unter “gut” oder unter “schlecht” verbuchen soll, auch nicht.

Das Positive an dem ganzen: Der Januar geht vorbei.

Agenda 2010

Sonntag, 3. Januar 2010

2009 ist vorbei, willkommen 2010, an dieser Stelle noch schnell ein frohes neues Jahr. Auch dieses Jahr werde ich fotografieren, bloggen, und beides möglichst auch noch in Kombination.

Die Ruhe auf dieser Seite erklärt sich mit Weihnachtsurlaub. Anderthalb Wochen hab ich bei meiner Familie verbracht, mich jeden Morgen von meinen beiden süßen Nichten (3 und 5 Jahre) wecken lassen. Meinen Laptop hab ich gar nicht erst eingepackt, in den vergangenen zehn Tage zweimal meine Mails gecheckt. Dabei hätte es durchaus was zu schreiben gegeben, z.B. dass mein Blog am 29.12.2009 100 Tage alt geworden ist.

Seit gestern bin ich wieder in Hamburg, die Stadt ist immer noch schön. Meine guten Vorsätze hab ich mir auf der Zugfahrt zurück überlegt: Cooler werden – ich nehm mir derzeit viel zu viele Dinge viel zu sehr zu Herzen. Wieder mehr (Bücher) lesen. Ein bisschen mehr Ordnung und (Selbst-)Disziplin vielleicht. Und an meiner Umarmung werd ich arbeiten: Meine Schwägerin meinte, ich könnte ruhig mal ein bisschen fester drücken, wenn ich jemanden umarme – das nehm ich mir doch direkt zu Herzen.

Brennweite und Darstellung

Samstag, 12. Dezember 2009

Interessanter Nebeneffekt meines Fotoshootings mit meiner Bassgitarre neulich: Ich hab ein paar Bilder, die sehr schön den Zusammenhang zwischen Brennweite und perspektivischer Darstellung illustrieren.

Kleine Brennweite:

Korpus 18mm

Korpus 18mm

Mittlere Brennweite:

Korpus 50mm

Korpus 50mm

Etwas größere Brennweite:

Korpus 100mm

Korpus 100mm

Korpus 200mm

Korpus 200mm

Wie man sieht, ändert sich die perspektivische Darstellung mit Änderung der Brennweite und (zumindest einigermaßen) gleichem Abbildungsmaßstab. Bei kleiner Brennweite wird der Vordergrund betont, je größer die Brennweite, desto mehr wird der Hintergrund betont.

Die Brennweite ändert dabei nicht die Perspektive. Die habe ich bei jedem Bild geändert, damit der Korpus immer gleich groß im Bild abgebildet wurde. Der Unterschied wird hier sehr schön erklärt.

Weihnachtseinkauf

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Unfassbar: Es sind noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten, und ich hab schon die ersten Geschenke. Normalerweise beginne ich mit den Weihnachtseinkäufen frühestens zwei Tage vor dem Fest. (Was ich hab wird natürlich nicht verraten, schließlich weiß ich ja nicht, wer hier alles mitliest… sicher ist sicher.) Ideen für ein paar weitere Geschenke hab ich auch, und – Trommelwirbel – sogar schon ein oder zwei Ideen für Weihnachten 2010! Ich sag ja: unfassbar!!!

Fotografiert hab ich heute noch nicht. Kommt aber noch. Schließlich schulde ich meiner aktuell eifrigsten Kommentatorin noch ein Bild (mit Fokus auf dem goldenen Steg). ;-)

Mein Bild bei der Bahn

Samstag, 5. Dezember 2009

Interessant, wo die eigenen Fotos manchmal so landen: Vor einigen Jahren hatte ich – im Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages – ein Schmuckfoto vom Schloss Ahrensburg geschossen. Der Schlossstiftung gefiel das Bild so gut, dass sie mich fragte, ob sie das Foto für einen Schlossführer verwenden dürften. Damit hatte ich kein Problem, ich empfand es als Bestätigung und erklärte mein Einverständnis (natürlich unter der Voraussetzung, dass mein Name als Fotograf erwähnt wird).

Heute hab ich (mal wieder) nach meinem Namen gegoogelt. Und auf Seite 4 taucht zu meiner großen Überraschung dieser Treffer auf: Deutschebahn.ch: Schloss Ahrensburg Der Deutschen Bahn habe ich meines Wissens keine Veröffentlichungsrechte eingeräumt. Schätze, die Schlossstiftung wird es einfach weitergegeben haben. Schade, dass oft so unbedarft mit Urheberrechten umgegangen wird.

Was ich viel enttäuschender finde: Auf der Bahn-Homepage wurde das Bild total schrecklich beschnitten. Beim Original schweben dunkle Wolken über dem Schloss (weggeschnitten), die Spiegelung im Wassergraben ist klasse (zum größten Teil weggeschnitten), das ganze Bild wir eingerahmt von Laub und Ästen (fast alles weggeschnitten). Ich werd’ mal mein Archiv durchsuchen und sehen, ob ich das Original noch finde. Und mal sehen, ob ich in Sachen Bahn noch was unternehme…

Motivcheck

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Schon seltsam: Es ist noch gar nicht so lange her dass ich hier gejammert habe, ich hätte keine Zeit zum Fotografieren und wäre “auf Entzug”. Jetzt hab ich jede Menge Zeit, das Wetter ist großartig – und trotzdem hab ich noch keine Fototour unternommen. Irgendwie konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen, mir die Kamera zu schnappen und auf die Pirsch zu gehen. Stattdessen sitz ich hier, höre die neue Chuck Ragan-Platte und schreibe in mein Fotoblog, dass ich keine Lust zum Fotografieren hab. Vielleicht braucht es ein paar Tage, bis ich in den Urlaubs-Modus umschalte – noch ist’s ja eher wie “langes Wochenende”.

Heute bin ich erstmal in die Stadt, prompt in einer Studenten-Demo am Jungfernstieg gelandet (meine erste seit zwölf Jahren – damals hab ich noch selber demonstiert), über die Hamburger Weihnachtsmärkte gebummelt (sehr schön), hab mich bei der Wahl zwischen neuem Konsolen-Spiel und neuem Buch für letzteres entschieden (die ersten Seiten lesen sich sehr gut) und mir schließlich noch ‘nen Cappuccino und ein Stück Karotten-Kuchen gegönnt (sehr lecker).

Richtig klasse war dann allerdings der Weg zurück zur U-Bahn: Dreimal bin ich stehen geblieben, hab mir Motive ausgeguckt und die richtige Position und Perspektive getestet (was sicherlich seltsam aussieht, wenn man keine Kamera dabei hat). Mein Stativ steht schon bereit, der Wecker ist gestellt – morgen Nachmittag steht eine Fototour. Sobald es dunkel ist geht’s los. :-)

Vielleicht lag’s ja am Kuchen.