Archiv für Oktober 2010

“Zwei”: Überbleibsel

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Ich hab ja doch mehr Bilder gemacht als nur die beiden, die ich für das “Zack die Linse”-Projekt am Ende bei Flickr hochgeladen habe. Um genau zu sein: zwei mehr. Das eine – zwei Schwäne auf dem Rathausfleet – hab ich allerdings nach einem kritischen Blick soeben doch als “Ausschuss” klassifiziert und gelöscht. Schärfe, Bildausschnitt, Belichtung, Farben – in allen Punkten hab ich Mängel entdeckt und will mir eine aufwändige Bildbearbeitung, bei der am Ende wahrscheinlich nur ein mittelmäßiges Bild herauskommt, ersparen. Das Motiv rennt mir ja nun wirklich nicht weg…

Das zweite Foto seht ihr jetzt: Rolltreppen. Dass die auch noch ins zweite Obergeschoss führen, ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. :-)

Rolltreppen

Eigentlich ein eher unspektakuläres Motiv, geknipst mehr oder weniger im Vorbeigehen mit meiner guten alten Kompaktkamera – ich war so sehr auf der Suche nach Motiven zum Thema “Zwei”, und diese Rolltreppen waren so offensichtlich doppelt, da konnte ich nicht anders. Mit GIMP hab ich’s ein wenig zurecht geschnitten, die Farbsättigung und Kontrast erhöht sowie nachgeschärft. Im Nachhinein fällt mir außerdem auf, dass ich noch einen halben Schritt nach links hätte gehen müssen, damit die perspektivischen Verzerrungen nicht so ins Gewicht fallen. So schief, wie es auf dem Foto aussieht, ist die Europapassage in Hamburg nämlich gar nicht. :-)

Zack die Linse: Fazit und neues Thema (2)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Ok, diesmal lag mir das Thema besser, ich hatte nicht mehr Zeit, aber mehr Ruhe, und mein letztes Foto lag nicht knappe 6 Wochen zurück. Eigentlich beste Voraussetzungen für das jüngste Thema “Zwei” beim “Zack die Linse”-Projekt. Und tatsächlich bin ich mit den Bildern, die ich diesmal abgeliefert habe, um einiges zufriedener als letztes Mal. Aber der Reihe nach:

Daran, dass ich entgegen meiner ersten Erwartungen doch nicht so viel Zeit hatte, war mein kleiner Bruder schuld. Er war am Wochenende überraschend zu Besuch – naja, überraschend insofern, als dass ich gedacht hatte, er käme erst diese Woche. War ein lustiges Wochenende, das allerdings ohne Kamera über die Bühne ging (obwohl ein Foto “Zwei Brüder” im Nachhinein betrachtet vielleicht gar nicht so uncool gewesen wäre…). Fotografieren fürs Projekt konnte ich also ab Sonntagnachmittag. Meine Fotos und die Geschichten dazu folgen jetzt:

Tinte und Feder

Beim Thema “Zwei” ist mir der Gedanke gekommen, dass es einige Dinge gibt, die zwar nicht klassisch paarweise, aber doch häufig mit einem festen Begleiter auftreten: Pfeffer und Salz, Essig und Öl, Tom und Jerry, Heulen und Zähneklappern. Und als mein Blick am Sonntag meinen Schreibtisch streifte, sprang mir ein solches Paar ins Auge: Tinte und Löschsand. Also fix ein paar Utensilien vom Schreibtisch hübsch arrangiert und fotografiert: Das Ding im Vordergrund ist eine Schreibfeder aus Glas (funktioniert wirklich, sehr schönes Schriftbild), die Tinte ist Dufttinte (riecht nach Schokolade), und das Buch im Hintergrund ist so leer wie die beiden aufgeschlagenen Seiten (liegt jetzt schon fast zwei Jahre in meiner Schublade, aber ich find’s irgendwie schön und will da deshalb auch was schönes reinschreiben, weiß nur noch nicht was…). Beleuchten wollte ich es mit zwei Kerzen, die jedoch nicht für genug Licht gesorgt haben, weshalb doch noch eine Schreibtischlampe indirekt über die Wand aushelfen musste. Stativ, halbe Sekunde Belichtungszeit, offene Blende für die Unschärfe, im GIMP nur noch ein bisschen an den Farben geschraubt.

Schaufensterpuppen

Bei der Entstehungsgeschichte von Bild Nr. 2 muss ich im Nachhinein ein wenig schmunzeln. Während andere bei dem Thema zuerst an Augen gedacht haben, war einer meiner ersten Gedanke “Schuhe”… vielleicht sollte ich mal einen Macho-Kurs belegen. Mein Schaufensterbummel durch die Hamburger City nach Feierabend und Sonnenuntergang verlief dann allerdings doch zunächst  ergebnislos, ich konnte kein Paar Schuhe finden, das so arrangiert war, wie ich es mir vorgestellt habe. Was ich dann jedoch erblickt habe waren diese beiden Schaufensterpuppen. Besonders “sie” stach ins Auge, da sie als einzige Puppe weit und breit mit dem Rücken zum Schaufenster stand (sieht irgendwie aus, als hätte sich die Dekorateurin am Morgen noch mit ihrem Freund gestritten). Nach ein paar Schritten nach links eröffnete sich dann auch eine hübsche Perspektive, aus der man dank Spiegel auch beide Gesichter sehen konnte.

Soviel also in aller Ausführlichkeit zu meinen Projekt-Beiträgen. Ich könnte natürlich schreiben, dass ich die Bilder erst zwei Stunden vor Frist bei Flickr hochgeladen habe, um wirklich voll im Thema zu bleiben, aber das wäre gelogen. ;-) Die “Konkurrenz” diese Woche war allerdings schier übermächtig, fast alle Stimmen entfielen auf zwei Bilder (auch das passt zum Thema). An diese Stelle passt vielleicht der Hinweis ganz gut: Ich find’ das Projekt klasse, auch wenn die größte Herausforderung für mich immer die knapp bemessene Zeit sein wird. Und ob’s ein Voting für die Bilder gibt oder nicht ist mir schnuppe – ich weiß, dass es viele bessere Fotografen als mich auf der Welt gibt, einige sind bei dem Projekt dabei, wahrscheinlich ist der Tag, an dem ich mal ein Bild in die “Hall of Fame” hochladen darf, auch der Tag, an dem ein ungedopter Fahrer die Tour de France gewinnt. Who cares, mir macht’s Spaß, und wenn ich nicht will, dass andere meine Fotos bewerten, sollte ich besser sofort mit dem Bloggen aufhören.

Das neue Thema lautet übrigens “Wasser des Lebens”. Wahrscheinlich stand “Wasser des Todes” im Themenpool nicht zur Auswahl. Aber hey: Ich wohne in Hamburg, und da müsste es doch wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn ich hier nicht ein schönes Wasser-Motiv finde…