Archiv für September 2010

Zack die Linse: Fazit und neues Thema (1)

Dienstag, 28. September 2010

Mann, ging das schnell. Für das erste “Zack die Linse”-Projekt hatte ich echt wenig Zeit, konnte nur ganz schnell zwei Bilder machen. Zufrieden bin ich nicht. Liegt allerdings auch daran, dass ich ein paar Ideen einfach nicht umsetzen konnte. Naja, wie heißt’s in der Fußballersprache so schön: Mund abputzen und weiter.

Das nächste Thema lautet “Zwei”. Müsste ja eigentlich mein Thema schlechthin sein, schließlich hab ich eine ganze Galerie mit dem Titel. Aber naja: Zum einen sind da nur acht Fotos drin, zum anderen lese ich ja vor meinem geistigen Auge schon die Kommentare der strengen Schiedsrichterinnen, dass das Bild frisch sein muss. Macht nix, ich bin ja brav und halt mich an die Regeln, ein paar Ideen hab ich auch schon und bin optimistisch, dass ich das kommende Wochenende nicht im Büro verbringen werde, sondern unterwegs mit der Kamera.

Ach ja, es gibt noch zwei Regeln: Es darf keine “künstliche” Zweisamkeit sein. Und es soll eine Nachtaufnahme mit Restlicht sein, Kerzenlicht ist auch erlaubt.

“Sommer adé” (3)

Sonntag, 26. September 2010

…und mein zweites Projektbild, auch eher “aus der Hüfte” geknipst. Da die Fotos ja aktuell sein sollen habe ich mich hier  gefragt: Woran merke ich in diesen Tagen, dass der Sommer 2010 vorbei ist? Spontane Antwort: Es ist kalt, nach einem halben Jahr Pause muss die Heizung wieder aufgedreht werden.

Sommer ade3Unspektakulärer Bildaufbau, aus ca. 40 cm Entfernung mit Brennweite 75mm mit Offenblende (F5.6) aufgenommen, 1/3 Sekunde Belichtungszeit und mit dem internen Blitz aufgenommen. Wer’s mit dem letzten Foto vergleicht: Ja, ich hab im manuellen Modus fotografiert, und die Einstellungen vom Bild vorher passten noch ganz gut… ;-)

Mehr Zeit als das Fotografieren selbst hat die Bildbearbeitung in Anspruch genommen: Um das Thermostatventil habe ich eine grobe Freihandauswahl gezogen und um 50 Pixel ausgeblendet, um einen weichen Übergang hinzubekommen. Innerhalb der Auswahl habe ich Unschärfe maskiert und die Farbsättigung erhöht, außerhalb habe ich mit dem Gaußschen Weichzeichner ein wenig verwischt und die Farbsättigung rausgenommen. (Normalerweise produziert meine Sony 100 einen leichten Blaustich im automatischen Weißabgleich, aber out of cam sah meine Hand aus, als hätte ich Sonnenbrand…) Im Resultat ist der Effekt dann wie ich finde aber doch eher subtil…

Das also sind die beiden Bilder, die ich beim “Zack die Linse”-Projekt in den Ring werfen werde. Schade, dass ich so wenig Zeit hatte… ich hoffe einfach, beim nächsten Thema wird es anders aussehen.

“Sommer adé” (2)

Sonntag, 26. September 2010

Wie die Zeit vergeht… morgen ist ja schon wieder Montag, und die erste Runde des Projekts “Zack die Linse” geht zu Ende. Ich hatte zwar schon die ein oder andere Idee, konnte die aus Zeit-/Material-/Model-Mangel jedoch leider nicht umsetzen. Da ich morgen wahrscheinlich nicht mehr dazu kommen werde, hab ich mir heute schnell noch die Kamera geschnappt und in fünf Minuten zwei Fotos geschossen. Nummer 1 ist das hier:

Sommer ade2

Woran merke ich, dass der Sommer vorbei ist? Zum einen wird mein Musikgeschmack ruhiger (das hab ich hier neulich ausführlich dargelegt). Außerdem verspüre ich jedes Jahr den Drang, mir einen Bart wachsen zu lassen – wie ich das fotografisch umsetzen soll wollte mir allerdings nicht einfallen… Schließlich und ziemlich offensichtlich: Die Kleiderwahl wird gezwungenermaßen eine andere. T-Shirts weichen Pullovern. Und voila: Das zeigt das Foto.

Schnell geknipst, 22mm Brennweite, F4 mit einer Belichtungszeit von 1/3 Sekunde, mit dem internen Blitz aufgehellt. Im GIMP hab ich die Weißwerte korrigiert, die Farbsättigung Blau erhöht und alle anderen Farben entsättigt. That’s it, insgesamt hab ich keine fünf Minuten in das Bild investiert.

Übrigens war eine der Anforderungen an die Projekt-Bilder in diesem Fall ganz schön kniffelig: Blau ist so gar nicht meine Farbe. In meinem Kleiderschrank finden sich genau zwei blaue T-Shirts, beide hab ich geschenkt bekommen und trage sie kaum… eines davon liegt auf dem Bild gerade auf dem Boden.

“Sommer adé” (1)

Mittwoch, 22. September 2010

Diese Idee kam mir in der U-Bahn…

Vier Jahreszeiten auf CD

…und da außer mir wahrscheinlich niemand versteht, was dieses Foto mit “Sommer adé” zu tun haben soll, erzähl ich zunächst einmal was zum Inhalt:

Wenn mich jemand nach Hobbys und Interessen fragt, ist meine erste Antwort ohne Zögern “Musik”. Auf dem CD-Player liegen meine persönlichen musikalischen vier Jahreszeiten. Die Frühlings-Platte schlechthin ist für mich seit drei Jahren “Continuum” von John Mayer. Eher melancholisch und nachdenklich, trotzdem hat das Album für mich etwas von Aufbruch, und ich muss grundsätzlich an einen Sonnenuntergang an einem lauen Frühlingsabend denken. Meine Sommer-Platte wechselt jährlich, hier musste ich auch ein wenig überlegen. Gewonnen hat dieses Jahr: “Colour Me Free” von Joss Stone. Großartige Soul-Platte, die ich diesen Sommer oft gehört hab und die dann grundsätzlich gute Laune bei mir verbreitet hat. Mein Herbst-Album wandert im Bild gerade in den CD-Player: “Motherland” von Natalie Merchant – schon lange auf meiner Wunsch-Liste, jedoch erst kürzlich erworben. Warum auch immer, weckt die CD in mir ein Gefühl von und für Vergänglichkeit. Schließlich liegt dahinter schon meine Winter-CD bereit: “A Year In The Kingdom” von J. Tillman. Höre ich im Winter oft, sonst kaum (die erste Textzeile des Albums: “When I look back on my life…”). Die übrigen CDs, die sich vor dem Player stapeln, kann ich immer hören. Und nein: Das war kein willkürlicher Griff ins Regal, die Alben sind alle Handverlesen und jedes einzelne kann ich guten Gewissens empfehlen (was nicht für alle Platten gilt, die ich besitze…). Aber hier erspare ich mir und euch die Aufzählung. ;-)

Zum Fotografischen: Ich hab aus ca. einem halben Meter Entfernung mit Stativ fotografiert, bei 25mm Brennweite und 1/4 Sekunde Belichtungszeit um eine Blendenstufe abgeblendet und mit dem internen Blitz (Leitzahl 12) aufgehellt. Und obwohl ich mir beim Bildaufbau nicht so viel Zeit genommen hab, hab ich diesmal daran gedacht, den Bildstabilisator aus- und die Spiegelvorauslösung einzuschalten sowie den ISO-Wert so klein wie möglich zu stellen, damit das Bildrauschen minimiert wird. Bearbeitet habe ich das Bild kaum, lediglich die Farbwerte nachgebessert, den Kontrast geringfügig gesenkt und die Helligkeit ebenso geringfügig erhöht. Dann noch Unschärfe maskiert und das Bild auch schon gebloggt.

Und selbst wenn ich bis nächsten Montag um Mitternacht kein neues Foto mehr schießen sollte: Dieses Bild werf’ ich beim “Zack die Linse”-Projekt nur ganz weit außer Konkurrenz in den Ring (deshalb auch kein Link dahin, den gibt’s im Beitrag von gestern). Aus fotografischer Sicht ist es nun wirklich kein Hammer, gebloggt hab ich es vielmehr wegen der Geschichte zum Bild. Und es ist – da hab ich mich fast schon erschrocken – das erste Foto, das ich seit Ende Juli (!) gemacht habe.

Dafür ist blau drin. Und kein Herbstlaub. :-)

Zack die Linse: “Sommer adé”

Dienstag, 21. September 2010

Zum Glück schickt Flickr automatisierte Benachrichtigungen. So bin ich doch noch um drei Ecken daran erinnert worden, dass heute das Projekt “Zack die Linse” startet. Das erste Thema: “Sommer adé”. Die allgemeinen Bedingungen: Kein Archiv-Bild, eine Woche Zeit. Die besonderen Bedingungen: Auf dem Foto muss etwas Blaues zu sehen sein, und nach Möglichkeit kein Herbstlaub.

Mein erster Gedanke: Himmel hilf! Ich bin seit Wochen nicht mehr zum Fotografieren gekommen, im Büro geht’s drunter und drüber, am Wochenende ist Reeperbahn-Festival, und jetzt soll ich mit Abgabetermin kreativ sein?

Mein zweiter Gedanke: Ich hab zwei schöne Ideen. Für eine brauch ich aber noch ein Modell… das könnte fast komplizierter werden als Terminstress und Zeitmangel.

(Memo an mich selbst: In die Sidebar das Projekt-Logo einbauen und verlinken.)

iPod-Zombies

Donnerstag, 9. September 2010

Auf die Frage “Warum hast Du eigentlich keinen iPod, Daniel?” hab ich seit heute eine Antwort:

Der Standard: “iPod Zombie Trance”: Gefahr im Straßenverkehr

Laufen für eine gute Sache

Montag, 6. September 2010

Schon wieder off topic, aber so eine Aktion kann ich guten Gewissens unterstützen:

(Im Büro konnte ich die dazu gehörige Pressemitteilung zwar nicht unterbringen, aber ist doch zu schade, um sie völlig zu ignorieren…)

Edit: Sollte das Video nicht nur bei mir nicht spielen: hier ist der Link:

http://www.youtube.com/watch?v=MqiIRGgDLT4

Farewell Suse, hello Ubuntu

Sonntag, 5. September 2010

Mal wieder total off topic: Nachdem meine openSUSE in den letzten Wochen ganz schön rumgezickt hat und Aktualisierungen weiß der Geier warum nicht mehr funktioniert haben, hab ich mich von ihr verabschiedet und gestern Abend kurzerhand mein Betriebssystem neu installiert. Sieht jetzt so aus:

Desktop (leer)Ubuntu 10.04. Klingt, als wäre ich das ganze Wochenende damit beschäftigt. Tatsächlich hatte ich nach nicht mal 45 Minuten ein funktionierendes und aktuelles System (inkl. aller wichtigen Software). Alle Wunschprogramme installiert, PC personalisiert und meine alten Daten überspielt hatte ich nach weniger als zwei Stunden (und musste den Rechner dabei einmal neu starten).

Mit ein paar Fenstern offen sieht’s dann so aus:

Desktop (mit Fenstern)Und da ich immer wieder verständnislos gefragt werde “Warum benutzt Du eigentlich Linux auf Deinem Desktop?” (nur noch getoppt von “Warum hast Du eigentlich keinen iPod?”): Neben Freiheit, Usability und der Möglichkeit, so ziemlich alles zu personalisieren, hat mich Spielkind unter anderem das hier überzeugt:

alle DesktopsKeine Fotomontage, sondern ein Bildschirmfoto. Statt einem kann ich mir mehrere Desktops einrichten. Ich begnüge mich in der Regel mit vier. Gerade wenn man wie ich den GIMP als Bildbearbeitung nutzt der reinste Segen: GIMP öffnet sich in mindestens drei Fenstern (Werkzeugkasten, Ebenenmanager, für jedes geöffnete Bild noch ein eigenes Bearbeitungsfenster), dazu noch ein Dateimanager offen, damit ich per drag & drop meine Bilder öffnen kann, und schon sieht man nix mehr von seinem schönen Hintergrundbild. Ein Browser, Audio-Player und mein Mail-Programm dazu macht schon sieben offene Fenster, da kann man sich auch schonmal in der Fensterleiste verirren. Stattdessen verteile ich mir alles auf vier dann schön aufgeräumte Desktops – ein Feature, das ich mir mindestens einmal wöchentlich auch für mein Büro wünsche (da nicht unbedingt für meinen Rechner, sondern eher für meinen Schreibtisch…).

Und nun kann ich mich hoffentlich mal wieder ohne Zwangpausen, die mein Rechenknecht mir auferlegt, an die Bildbearbeitung machen und hier in naher Zukunft mal wieder was veröffentlichen, was auch mit Fotografie zu tun hat – wird mal wieder Zeit. Und ich weiß auch schon, was…