Coffee love

Schwarz, ohne Zucker. Das ist die einzig angemessene Art, beim Frühstück und im Büro Kaffee zu trinken, zumindest in meiner Welt. Mit Milch soll er ja angeblich schneller wach machen, jedenfalls höre ich das häufiger. Mir ist das egal: Kaffee ist für mich kein rein funktionales Getränk, sondern vielmehr Ritual. Morgens zum Butterbrot genauso wie am Schreibtisch, wo die Tasse schwarzer Kaffee irgendwie zur Einrichtung gehört, gleichwertig neben Monitor und Maus, Block und Bleistift.

I love coffeeLiebe ich Kaffee? Ja, oft. Besonders im Büro gehört die Tasse Kaffee einfach dazu – eher kann ich auf den Kaffee zum Frühstück verzichten. Ich muss ihn noch nicht einmal trinken, es reicht oft, ihn mit beiden Händen etwa in Kinnhöhe zu halten und das Aroma tief einzuatmen, damit sich bei mir ein wohliges Gefühl der Entspannung breit macht. Gerade wenn es draußen kalt und windig ist (und in Hamburg ist es oft windig) geht nichts über eine heiße Tasse Kaffee, an der ich bei Arbeitsbeginn – nachdem der Computer gestartet ist und der Virenscanner beim Start des Mailprogramms ohnehin zu einer kurzen Pause zwingt – meine Hände wärmen kann.

Hasse ich Kaffee? Ja, oft. Besonders im Büro gehört die Tasse Kaffee einfach dazu – fast etwas wie ein Schreibtischschmuck, ohne den mir die Konzentration schwerer fällt. Ich muss ihn noch nicht einmal trinken, es reicht oft, wenn die Tasse gut sichtbar zwischen Monitor und Tastatur steht, auf einer leeren CD-Hülle, die als Untersetzer dient und mittlerweile arg zerkratzt ist. Gerade wenn das Telefon klingelt (und mein Telefon klingelt oft) komme ich nicht dazu, alle paar Sekunden an meinem Kaffee zu nippen – mit der Folge, dass der Kaffee kalt und bitter wird und sich beim nächsten Schluck alles andere als ein wohliges Gefühl der Entspannung breit macht, sondern eher Ekel und Abscheu.

Die Liebe aber überwiegt.

Zum Foto: Ich weiß, da ist noch Luft nach oben, gerade in Sachen Bildaufbau. Ich habe mir zwar viel mehr Zeit genommen als sonst für ein Foto und ein wenig rumprobiert, aber irgendwann war’s dann auch mal genug. Zum einen, weil der Kaffee beim Shooting kalt wurde. Zum anderen, weil ich sonst das Deutschland-WM-Spiel gegen Ghana verpasst hätte. Ganz so weit geht meine Liebe zum Kaffee dann eben doch nicht.

(Und ich hoffe, ich ziehe mir mit diesem Foto nicht Birgits Colorkey-Zorn zu…)

Dieser Post ist Teil des Projekts C8H10N4O2-süchtig von Nitty und Lacaosa.

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7 Kommentare zu „Coffee love“

  1. Ruthie sagt:

    Schöne “Liebesgeschichte”. Ich bin eher Teetrinker, und wenn ich Kaffee trinke, dann mit Milch und Zucker. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn alle Menschen gleich wären…

  2. Daniel sagt:

    Lustigerweise trinke ich meinen Tee auch bevorzugt mit Milch (wenn die Sorte es erlaubt) und grundsätzlich mit Zucker, allerdings vorzugsweise im Winter. Tee trinken ist mir aber wegen der schon angesprochenen vielen Sorten – Schwarz, Grün, Jasmin und was weiß ich noch – viel zu kompliziert. ;-)

  3. Ruthie sagt:

    Ach komm! Zu kompliziert! Abwechslungsreich nennt man das :D

  4. Daniel sagt:

    Eben: in manchen Dingen braucht’s Kontinuität. ;-)

  5. Ruthie sagt:

    Na dann :D

  6. Paleica sagt:

    das bild ist einfach wunder-, wunderschön!

  7. Daniel sagt:

    Danke Paleica, das geht runter wie heißer Kaffee an einem kalten Wintertag. :-) Gibt ein Detail, das mich an dem Foto stört, aber das werde ich öffentlich nicht verraten…

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