Januar
Ich mag den Januar nicht. Der Monat hat mir zwar nicht wirklich was getan, aber meine Stimmung im ersten Jahresmonat ist in der Regel nur selten gut. Das hat zwei Gründe: Silvester und Geburtstag.
Man kann sich gar nicht dagegen wehren: Gegen Jahresende geraten alle, ohne Ausnahme, in eine melancholische Stimmung. Zum Jahresende wimmelt es nur so von Rückblicken, öffentlichen und privaten. Jeder lässt das zu Ende gehende Jahr nochmal Revue passieren und zieht seine persönliche Bilanz. Dem kann ich mich natürlich auch nicht entziehen.
Und jedes Jahr Ende Januar hab’ ich Geburtstag. Wenn ein Lebensjahr zu Ende geht, lasse ich es nochmal Revue passieren und ziehe meine persönliche Bilanz. Dem kann ich mich jedes Jahr nicht entziehen.
Das Resultat: Den gesamten Januar über bin ich in einer melancholischen Rückblicks-Stimmung. Birthday Blues nennt man das wohl. Dass es im Januar so lange dunkel ist, trägt da nicht gerade zu guter Laune bei. Dass das letzte Jahr sehr wechselhaft war und ich mir nicht sicher bin, ob ich es unter “gut” oder unter “schlecht” verbuchen soll, auch nicht.
Das Positive an dem ganzen: Der Januar geht vorbei.
Schlagworte: Aus dem Alltag, mangelhaft, ohne Bild

11. Januar 2010 um 17:22 Uhr
Und das zweite Positive: Es kann nur besser werden
Mein alter Spruch, der immer passt.
11. Januar 2010 um 19:58 Uhr
Haha, also SO schlimm, dass es wirklich nur noch besser werden kann, ist’s bei mir ja nun auch wieder nicht…
11. Januar 2010 um 23:25 Uhr
Aus dem Grund las ich das Jahr bei mir niieee Revue passieren. Vorausschauen bringt immer etwas mehr Hoffnung und Spannung mit, als sich vor Augen zu führen welche Ziele nicht erreicht, welche Wünsche nicht erfüllt und welche Falten nicht verhindert wurden
lg nitty
12. Januar 2010 um 00:10 Uhr
Das ist ja das blöde am Geburtstag im Januar: Kurz vorher gibt es so viele Jahresrückblicke, dass man sich da gar nicht gegen wehren kann. Zum Glück bin ich nicht so prominent, dass Johannes B. Kerner auf mein vergangenes Jahr zurück blickt.
Falten hab ich immer noch nicht. Vor zehn Jahren hab ich gedacht, ich würde früh graue Haare bekommen und aussehen wie George Clooney, aber da ist immer noch nix draus geworden – so viel dazu.
20. Januar 2010 um 23:02 Uhr
ich versteh dich. ich hab selbiges programm im dezember. auch geburtstag. und auch silvester. der blues. heuer wars iregndwie besonders schlimm, keine ahnung warum.
wie soll ich denn das mit den vorurteilen verstehen? ja, manchmal sind wir tatsächlich so. aber hin und wieder gebe ich mich diesem morbiden makaberen wien sehr gern hin (=
20. Januar 2010 um 23:18 Uhr
Ich war zwar nur einmal für ein verlängertes Wochenende in Wien, aber ich mag die Stadt, und ich mag den morbiden, manchmal zynischen Charme der Wiener. Ist zwar ein Vorurteil, aber ein gutes – ich wäre enttäuscht und fänd’s schade, wenn’s nicht so wär.
21. Januar 2010 um 00:48 Uhr
na dann bin ich ja beruhigt. ich dachte schon, du fändest das ganz furchtbar. wobei ich bin ja auch keine richtige wienerin. ich komm ja ‘vom land’ (eigentlich von der stadtgrenze, aber das is bei den wiener schon die pampa +g+). ich mag wien aber wahnsinnig gern, das großstadtdorf und ich wohn gern hier. und mit der musik bin ich halt aufgewachsen. ambros, danzer, fendrich, hirsch, cornelius, sts und wie sie alle heißen. da sind schon schmuckstücke dabei. und unglaublich, wie oft man sich wiederfindet. fies fies. ^^
21. Januar 2010 um 08:41 Uhr
Ich mag z.B. Georg Kreisler. Ist zwar kein Austropop, aber herrlich morbide.
21. Januar 2010 um 10:02 Uhr
ich muss gestehen, den kenn ich gar nicht. muss ich mich mal schlau machen.
21. Januar 2010 um 20:38 Uhr
Schau mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=OOqsfPrsFRU. Ein Klassiker.