12.20
Mein persönliches Fotoblog
Man merkt es direkt daran, wie oft ich in mein Blog poste: Mein Urlaub ist zu Ende. Seit Montag darf ich wieder jeden Tag ins Büro, und nach der Menge an physischer und elektronischer Post haben mich viele Leute vermisst. Für mein Blog und erst recht fürs Fotografieren bleibt da wenig Zeit. Höchstwahrscheinlich wird sich das dieses Jahr auch nicht mehr fundamental ändern.
Hinzu kommt schließlich auch noch das nahende Weihnachtsfest: Mir fehlen immer noch einige Geschenke (und auch noch einige Geschenkideen). Da kann ich mir heute wohl eher nicht meine Kamera schnappen, sondern werde mich ins Weihnachtsgeschäfts-Getümmel stürzen – hoffentlich erfolgreich.
Was ich dennoch heute kurz fotografieren musste war der Ausblick von meinem Balkon: Seit Donnerstag liegt hier in Hamburg Schnee, und der in den letzten Wochen nicht sehr ansehnliche kleine Park vor meinem Haus sieht jetzt richtig schnuckelig aus:
Das ist dann eher die High Key-Variante denke ich…
Übrigens: Meinen nächsten Urlaub will ich im Sommer machen, dann auch mal verreisen. Ein Ziel hab ich mir noch nicht ausgeschaut, aber ich mag Meer, ich würde dort gerne fotografieren, und warm sollte es sein. Wenn jemand also Tipps für schöne Reiseziele hat: Ich bin für Vorschläge offen.
dienitty hat mal wieder was gebloggt, was mich direkt herausgefordert hat: Sie hat versucht, Low Key-Bilder zu schießen. Da ich diese Optik auch sehr mag dachte ich mir, ich probier’ mal mein Glück. Herausgekommen ist das:
Da ich diese Optik besonders bei Portraits auch sehr mag und in Ermangelung eines menschlichen Models musste ein Teddy herhalten – war ein Weihnachtsgeschenk meines kleinen Bruders vor zwei Jahren, der Rücken ist eine Tasche, in den man eine Wärmflasche stecken kann, und er hört auf den Namen Jacques.
Zunächst hab ich mich um den Aufbau gekümmert: In diesem Falle glücklicherweise ists im Winter früh dunkel, so dass ich kein einfallendes Licht aussperren musste. Als Lichtquelle diente mir ausschließlich eine Schreibtischlampe (20 Watt). Damit der Hintergrund schön in der Dunkelheit verschwindet habe ich die Lampe so gedreht, dass die Wand kein direktes Licht abbekommt. Einzig der Teddy sollte direkt beleuchtet sein, weshalb ich ihn schön weit von der Wand weg platzieren musste. Ein wenig fotografisches Hilfsmittel dabei: Eine Dose Ravioli, damit Jacques nicht umkippt. Das ganze sah dann so aus.
Wie man vielleicht sieht ist mein Hintergrund (Tür und Heizung) weiß, was bei Low Key-Aufnahmen vielleicht nicht so nahe liegt.
Beim Foto selbst habe ich zunächst den niedrigsten ISO-Wert, den ich zur Verfügung habe, ausgewählt. Bei meiner Kamera heißt das “Lo80″, soll ein Modus speziell für Low-Key-Aufnahmen sein und dafür sorgen, dass auch in dunklen Bereichen noch Zeichnungen vorhanden sind. Für die Belichtungsmessung heißen die Zauberworte “Spot-Messung” und “manuelle Einstellung”: Per Spotmessung hab ich die hellste Stelle meines Models (rechts neben der Nase) angepeilt und mir die Werte für Blende und Verschlusszeit, die die Kamera gewählt hätte, gemerkt. Anschließend hab ich für die manuelle Einstellung die Blende übernommen, die Belichtungszeit allerdings verkürzt und mich Bild für Bild ans passende Ergebnis heran fotografiert. In Zahlen: Bei Brennweite 60mm bei 1/6 Sekunde F 5,6. Ohne jede Bearbeitung sieht das Ergebnis zunächst so aus:
Ein bisschen was nachgeschraubt hab ich dennoch, allerdings hat mich das ganze keine fünf Minuten gekostet (Aufbau und Fotografieren war zeitaufwändiger): Zunächst hab ich in der Bildbearbeitung die Funktion für den automatischen Weißabgleich gewählt – war an der Kamera auch aktiviert, und in Kombination mit der Auto-Funktion im GIMP erziele ich damit in der Regel ganz gute Ergebnisse.
Schon besser unter dem Aspekt Licht und Schatten, aber der Hintergrund ist mir noch zu hell. Deshalb einfach nochmal den Kontrast hochschrauben und schon haben wir dieses Bild:
Geht doch: Die Schatten verschwinden im Dunkel, die belichtete Teddy-Seite bleibt schön hell. Bis hierher keine zwei Minuten (Datei öffnen und immer zwischenspeichern inklusive).
Etwas aufwändiger war lediglich der letzte Schritt: Einen hübschen Ausschnitt wählen (das ging schnell) und das letzte bisschen Boden, das links vom Bär noch einigermaßen zu sehen ist, großflächig über die “Abwedeln”-Funktion abgedunkelt. Aber auch das waren keine zwei Minuten – und das Ergebnis ist ganz oben zu bewundern.
Die wichtigsten Schritte bei dieser Low Key-Aufnahme aus meiner Sicht:
@dienitty: Ich hoffe, das hilft Dir bei Deinen Versuchen ein bisschen weiter. Bin schon gespannt auf Deine Bilder.
Interessanter Nebeneffekt meines Fotoshootings mit meiner Bassgitarre neulich: Ich hab ein paar Bilder, die sehr schön den Zusammenhang zwischen Brennweite und perspektivischer Darstellung illustrieren.
Kleine Brennweite:
Mittlere Brennweite:
Etwas größere Brennweite:
Wie man sieht, ändert sich die perspektivische Darstellung mit Änderung der Brennweite und (zumindest einigermaßen) gleichem Abbildungsmaßstab. Bei kleiner Brennweite wird der Vordergrund betont, je größer die Brennweite, desto mehr wird der Hintergrund betont.
Die Brennweite ändert dabei nicht die Perspektive. Die habe ich bei jedem Bild geändert, damit der Korpus immer gleich groß im Bild abgebildet wurde. Der Unterschied wird hier sehr schön erklärt.
Na, wer hat’s gemerkt? Mein Blog hat seit Donnerstagnachmittag ein Favicon. Ich hoffe, Ihr könnt es alle in Euren Browsern sehen. 16×16 Pixel, die mir mehr Arbeit gemacht haben als so manches 10 Megapixel-Bild.
Das Erstellen selbst war dabei gar nicht das Problem, es gibt schließlich genug Seiten im Netz, die beschreiben wie es funktioniert: Ein bisschen mit GIMP gezeichnet, anschließend als .ico-Datei gespeichert, in den Stammordner meiner Homepage hochgeladen und noch folgendes in die header.php meines WordPress-Themes eingefügt (zwischen <head> und </head>):
<link rel="shortcut icon" href="<?php bloginfo('url'); ?>/favicon.ico" />
So weit, so gut, bis jetzt alles ganz toll und einfach. Allerdings: Mein Firefox zeigte mir das Favicon nicht an. Nach erfolglosem rumbasteln und ergebnislosem googeln bin ich auf die grandiose Idee gekommen, mir das ganze Mal mit anderen Browsern anzugucken, und siehe da: Unter Opera und Konqueror zumindest funktioniert’s problemlos. Und seltsamerweise seh’ ich es mittlerweile auch im Firefox – nachdem ich das Theme gewechselt habe. Wobei das Default-Theme vorher keinerlei Probleme hatte, mir Favicons anderer Seiten anzuzeigen…
Sollte jemand das Favicon nicht sehen können, wär ich für nen kurzen Kommentar (samt benutztem Browser) sehr dankbar – ebenso für Erklärungen, warum es mit dem Default-Theme nicht geklappt hat.
Der erste Versuch, meinen Bass ins rechte Licht zu rücken, ist ja (in meinen Augen) nicht so recht geglückt. Ein zweiter Versuch wurde im Aufbau jäh durch ein klingelndes Telefon unterbrochen. So gesehen ist das jetzt Versuch Nr. 3. Und zumindest bin ich schonmal zufriedener als beim ersten Mal:
dienitty hat meinen ersten Versuch kommentiert, und den Kommentar hab ich mir zu Herzen genommen: Zum einen hab ich den Fokus auf den goldenen Steg gelegt, wodurch die Spiegelung auf dem Korpus viel besser zur Geltung kommt. Zum anderen hab ich den Aufbau so arrangiert, dass als Hintergrund nur meine weiße Wand zu sehen ist (und nicht wie vorher der Laminat-Boden, der dem Bass farblich zu ähnlich ist). Durchs indirekte Blitzen über die Decke sieht die zwar ein wenig gräulich aus, was ich allerdings nicht schlimm finde. Durch die Brennweite (200mm) verschwinden Hals und Kopf schön in Unschärfe, dank Blende 8 ist die Tiefenunschärfe jedoch nicht zu stark ausgeprägt. Schließlich hab ich noch die Perspektive einen Tick tiefer gewählt. Alles in allem in meinen Augen ein weitaus besseres Bild als vorher.
Das ist viel eher das Foto, das ich vor meinem ersten Shooting schon im Kopf hatte. Durch die kleinste mir mögliche Brennweite (18mm) wirkt der Hals extrem lang, der Kopf erscheint auf dem Foto fast so groß wie der Korpus. Geblitzt hab ich diesmal über die Wand (hinten), was man schön am Schattenwurf sehen kann (und auch an der Reflexion auf dem Korpus). Kleiner Trick, den man auf dem Bild (hoffentlich) nicht sieht: Eine Packung Taschentücher hebt den Korpus ein wenig an, so dass der Kopf und die Mechaniken nicht auf dem Boden aufliegen. Schließlich noch ein bisschen die Farbsättigung im allgemeinen rausgenommen, die Gelb-Sättigung allerdings erhöht, damit das Gold der Mechaniken und die gelbe Umwickelung der Saiten besser rauskommen.
Last but not least: Eine Detailaufnahme der Mechaniken.
Ich hab noch ‘nen zweiten Bass, der steht allerdings bei meinem kleinen Bruder. Zu Weihnachten bin ich da – und meine Kamera nehm ich natürlich mit.
Unfassbar: Es sind noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten, und ich hab schon die ersten Geschenke. Normalerweise beginne ich mit den Weihnachtseinkäufen frühestens zwei Tage vor dem Fest. (Was ich hab wird natürlich nicht verraten, schließlich weiß ich ja nicht, wer hier alles mitliest… sicher ist sicher.) Ideen für ein paar weitere Geschenke hab ich auch, und – Trommelwirbel – sogar schon ein oder zwei Ideen für Weihnachten 2010! Ich sag ja: unfassbar!!!
Fotografiert hab ich heute noch nicht. Kommt aber noch. Schließlich schulde ich meiner aktuell eifrigsten Kommentatorin noch ein Bild (mit Fokus auf dem goldenen Steg).
Ich hab’s geschafft: Eine Woche am Stück habe ich jeden Tag einen Blog-Post online gesetzt. Urlaub sei Dank.
Heute gibt’s auch einen, leider ohne Fotos. Hab zwar meiner alten Heimat Ahrensburg einen Besuch abgestattet, und das Schloss/Herrenhaus dort ist neulich neu gestrichen worden. Leider blieb man bei der schlichten weißen Farbe (ich wäre ja stark für rosa oder was mit Blümchenmuster gewesen…). Und leider war das Wetter hundmiserabel. Deshalb hab ich aufs Fotografieren verzichtet, stattdessen meinem Lieblingsplattenladen einen Besuch abgestattet (und statt ein paar Dutzend Fotos “nur” drei neue CDs mit nach Hause getragen).
Beim Blog selbst gibt’s auch was neues: Ich hab jetzt ‘ne Blogroll. Derzeit noch recht übersichtlich, wird aber sicher noch ausgebaut.
Tolles Wetter in Hamburg, das ich heute vormittag zu einer kurzen Fototour genutzt habe. Mein Ziel: Die Nikolaikirche, eine Kirchenruine mitten in Hamburg.
1943 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg entschloss man sich, die Kirche nicht wieder aufzubauen. Die Trümmer wurden teilweise zur Uferbefestigung der Unterelbe genutzt, der Turm und einige Mauerreste jedoch blieben stehen und wurden später zu einem Mahnmal gegen den Krieg.
Nicht gerade leichte Kost für einen Fotoausflug. Und schwer, die Stimmung des Ortes auf Fotos wiederzugeben: