11.20
Verdammt, jetzt habe ich schon wieder seit fast zwei Wochen nicht fotografiert. Der Winter ist für mich als Fotograf aber auch eine blöde Zeit: Nicht nur, dass es während der (Arbeits-)Woche immer viel zu früh dunkel ist. Es ist außerdem in der Regel kalt, nass, windig, matschig und ungemütlich. Und wenn es mal relativ warm, trocken und angenehm ist (wie die letzten beiden Tage hier in Hamburg), sitze ich lange im Büro. Und die Wochenenden fallen bei mir derzeit für Fototouren leider auch aus (blöderweise aus den selben beiden Gründen).
Nach zwei Wochen ohne werd’ ich immer unruhig. Zum einen fehlt mir die Fotografie als Ausgleich. Zum anderen habe ich jedesmal das Gefühl, dass bei mir schon nach 14 Tagen die Bedienungs-Amnesie einsetzt: Bei täglichen Fototouren bediene ich meine Kamera fast blind. Bei wöchentlichen Ausflügen muss ich nicht lange überlegen, wie ich mein Motiv gut in Szene setze, sondern mache es einfach. Nach zwei Wochen ist diese Intuition weg.
Mein Trost: In einer Woche habe ich Urlaub. Und außer entspannen und Energie tanken nichts vor. Bleibt viel Zeit zum Knipsen. Durchhalten, Daniel!
