Selfie

Alle paar Monate stelle ich mir selbstkritisch und bescheiden die Frage: Wie kann es von jemandem, der so knackig und gutaussehend ist wie ich, nur so wenig Fotos geben, die mir selbst gefallen und auf denen ich so etwas wie ein Lächeln zeige? Hin und wieder mündet diese Frage in einem Selbstportrait-Versuch. So wie heute.

Positiv: Dank schwenkbarem Display an der Kamera ist’s nicht so ein absolutes try-and-error. So schwenkbar, dass es einsehbar ist, wenn die Kamera auf einem Stativ steht, ist das Display dann allerdings doch nicht – eine erste Serie mit 10-Sekunden-Selbstauslöser ist komplett durchgefallen. Mit Kamera in der Hand geht’s besser, Grimassen schneiden macht auch alleine Spaß, trotzdem blieb nach einer knappen Stunde genau ein Bild übrig, das mit einigermaßen akzeptabel erscheint.

Und auch da: kein Lächeln.

Selfie_20131110

Die Überschrift kommt zum Schluss…

Wenn die letzten drei Artikel dieses Blogs alle irgendwie zum Thema haben, dass ich wieder mehr Bloggen will, und sich dann auch noch über zwei Jahre verteilen, sagt das eigentlich alles. Fakt ist: Ich hab vor vier Jahren aufgehört, zu fotografieren – zunächst schleichend, dann ziemlich abrupt. Damit hab ich natürlich auch aufgehört zu Bloggen. Ein Blog über Fotografie, das das irgendwie auch im Titel trägt, ist ohne Fotos schließlich ziemlich witzlos. Ich kenne ziemlich genau die Gründe, warum ich das Fotografieren sein gelassen hab, und – wie man hier ja sieht – konnte trotzdem nichts dran ändern. Dann halt nicht, die Welt wird auch ohne meine Fotos auskommen.

Und dann das: Gestern hatte ich zum ersten Mal seit Jahren den Drang, mir die Kamera zu schnappen und Fotografieren zu gehen.

Nicht die Idee oder den Gedanken: den Drang.

Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt nichts fotografiert hätte in den letzten Monaten. Gerade wenn ich irgendwo hinfahre, ist die Kamera eigentlich immer dabei. Ich hab zum Beispiel jede Menge Bilder eines Urlaubs in Wien auf meiner Speicherkarte. Aber da wären wir auch schon beim Thema. Dass die Kamera dabei war, war mehr dem Gedanken geschuldet “Daniel, Wien ist nicht um die Ecke, Du wärst doch doof, wenn Du keine Fotos machst”. Die Fotos sind alle ok, Wien ist ja schließlich auch eine schöne Stadt, aber etwas fehlt. Mir sagen diese Bilder nichts.

Gestern hatte ich den Drang, mir die Kamera zu schnappen, das Haus zu verlassen und etwas ganz bestimmtes fotografisch umzusetzen. Eine Stimmung zu visualisieren.

Um bloß keine Spannung aufkommen zu lassen: Das “Stimmung visualisieren” hat nicht geklappt wie geplant. Scheinbar gab es dieses Bild und diese Stimmung nur in meinem Kopf. Stattdessen bin ich über eine andere Stimmung gestolpert, und das gleich zwei Mal. Das zweite Mal hat dieses Bild produziert:

Kräne am Hamburger Hafen bei Sonnenuntergang, Oktober 2013

Kräne am Hamburger Hafen bei Sonnenuntergang, Oktober 2013

Welche Stimmung das genau war, verrate ich nicht. Davon soll sich jeder selbst ein Bild machen.

Warum ich das jetzt alles aufschreibe? Mit dem Fotografieren und darüber Bloggen hab ich gleich zwei Sachen gemacht, die ich gerne mache: Fotografieren (das war jetzt so offensichtlich, dass es mir fast peinlich ist) und Schreiben. Letzteres hab ich ja irgendwie sogar gelernt, und daher auch die seltsame Headline, die eine der erste Lektionen ist, die ich in meiner Journalistenlaufbahn gelernt habe, und die ich – oh Ironie – hier vollkommen missachtet und diese Überschrift als erstes geschrieben habe.

Nochmal von vorne

So, ich gehe davon aus, dass ich mittlerweile alle Leser durch monatelange Untätigkeit vertrieben habe. Gut, dann kann ich ja nochmal von vorne anfangen.

Tatsächlich habe ich eine ganze Zeit lang nicht fotografiert. Die Gründe dafür kenne ich, tun aber hier mal nicht zur Sache. Auf “ab sofort wird alles anders”-Floskeln verzichte ich auch. Mal gucken. Ich geh es mal ganz entspannt an, werde höchstwahrscheinlich mit meinem Theme ein bisschen rumprobieren, weshalb es bestimmt in nächster Zeit etwas unruhiger hier wird. Und ebenso höchstwahrscheinlich werde ich gegen alle Regeln der Leserbindung verstoßen. Behalte ich die Galerien? Mal schauen. Poste ich demnächst nur noch Fotos ohne großartige Kommentare dazu? Mal sehen. Werde ich überhaupt regelmäßig Inhalt einstellen? Mal gucken. Aber ein bisschen was werde ich bestimmt über diese Seite mit der Welt teilen. Wäre doch zu schade, wenn all meine Bilder auf meiner Festplatte versauern – ich bin zwar alles andere als ein Profi-Fotograf, aber so schlecht, dass ich sie verstecken muss, finde ich meine Bilder nicht. Und Facebook und Konsorten fallen für solche Sachen dank der Nutzungsbedingungen aus.

Also dann: Vielleicht bis bald. (Und ich hoffe, Du bist jetzt zumindest einigermaßen zufrieden, Viola… ;-) )

Zack die Linse Oktober: Bunt

Puh… ich hab mich ja sehr gefreut, dass das “Zack die Linse”-Projekt wieder läuft. Und dass im Gegensatz zum ersten Anlauf diesmal ein ganzer Monat Zeit ist, ein Foto zu schießen und zu posten. Meinen Beitrag im Oktober sehe ich allerdings unter dem Motto “Dabei sein ist alles”:

Zack die Linse - bunt

Zack die Linse - bunt

Das Thema des Monats (und der ersten Runde seit Wiederaufleben des Projekts): “Bunt, bunt, kunterbunt”. Hm, gar nicht so herausfordernd, das hatte ich zumindest im ersten Moment gedacht. Dann allerdings gab es doch zwei nicht gerade kleine Hürden: Zum einen mein chronischer Zeitmangel, der sich auch deutlich in der Blogaktivität niedergeschlagen hat. Zum anderen wollte mir nicht so recht eine Umsetzung einfallen. Die paar Ideen, die ich zwischenzeitlich hatte, haben mich selbst nicht überzeugt. Schlimmer noch: Ich hab den Oktober eher als grau erlebt. Nicht im Sinne von “langweilig” wohlgemerkt. Aber Farben sehen, ein Bild, das auch noch das Attribut “bunt” verdient hätte, und dann noch fotografisch umsetzen, wollte irgendwie nicht funktionieren.

Was es letztendlich geworden ist: das Foto der Leuchtreklame eines Motels in Hamburg. Ich sehe die Neonreklame jeden Tag, besonders im Winter sticht sie richtig ins Auge. Auf dem oben Foto hat sie allerdings nicht die Wirkung wie im Original – eine alternative Umsetzung des Motivs ist dann allerdings an meinen fotografischen Fähigkeiten bei Nachtaufnahmen in Verbindung mit meiner Ungeduld gescheitert… Das Bild oben kam so – abgesehen von Größenänderung und minimaler Nachschärfung – aus der Kamera.

Am Thema selbst kann es kaum gelegen haben: Bei einem kurzen Blick in die Flickr-Gruppe war ich schon beeindruckt, wie man das Thema umsetzen kann. Es waren wirklich einige Fotos dabei, die mir gefallen haben.

Wie geschrieben: Dabei sein ist alles. Und mal wieder was ins Blog schreiben ist ja auch ganz nett. ;-) Ich hoffe auf ein schönes Thema für den November, das ich mal wieder so umsetzen kann, dass ich mit dem Ergebnis selbst zufrieden bin…

Juli?!?

Das gibt’s doch gar nicht: Ich habe meinen letzten Blog-Artikel tatsächlich im Juli veröffentlicht, am Ende meines Urlaubs! Im Juli!! Jetzt ist Oktober!!! Und auch der ist schon wieder halb rum…

Apropos Oktober: Den Rest des Monats habe ich noch Zeit für ein Bild in Lacaosas “Zack die Linse”-Projekt. Lief schon einmal, ich hab auch daran teilgenommen, seinerzeit allerdings ging es wirklich zack-zack, jede Woche ein Bild. Diesmal wird monatlich ein Thema vorgegeben, was sich mit meiner Zeitplanung viel besser vereinbaren lässt. Thema des Monats ist übrigens “bunt” – passend zum Herbst. Und da das Wochenende sonnig werden soll bin ich optimistisch, dass mir auch ein paar Motive vor die Linse kommen, die nicht grau in grau sind.

Juli… unglaublich…

Prag: The Very Best Of

Die Bearbeitung dauert doch um einiges länger als gedacht… Sei’s drum: Als erstes Zwischenergebnis gibt es hier mal ein “Very Best Of”. Schöne Fotos (in meinen Augen), die vielleicht nicht ganz so typisch touristisch sind:

Als nächstes kommen dann die touristischen Bilder. :-)

291

Wieder da.

Vor ein paar Wochen habe ich noch gejammert, dass ich kaum fotografiere, und befürchtet, dass ich in meinem Urlaub nur schreckliche Fotos schießen werde. Vorbei. Eine Woche habe ich in Prag verbracht, jede Menge Bilder geschossen, nach mehreren Sortierdurchgängen sind 291 übrig geblieben. Und die sind durchaus hübsch anzusehen. Keine Profi-Bilder, aber mir gefallen sie. Jetzt geht es an Verschlagwortung, Bewertung (ich hoffe auf 30 gute und drei wirklich hervorragende) und anschließend Bearbeitung. Das wird etwas dauern, vorzeigbare Ergebnisse werde ich nach und nach posten.

Außer Übung

Verdammt. Der Urlaub naht, mein Plan war, ein paar Tage wegzufahren und viele tolle Fotos zu machen. Und ich beginne zu zweifeln ob letzteres so klappt wie geplant…

Am Sonntag war absolutes Traumwetter in Hamburg, ich hab ein paar freie Stunden genutzt um zu Planten und Bloomen zu fahren. Zugegeben: ich war etwas uninspiriert. Trotzdem: bei den Motiven, die sich einem dort bieten, müssten zumindest ein paar schicke Blümchenbilder rumkommen. Insgesamt hab ich 36 Fotos geschossen, nach der Ausschuss-Bereinigung blieben 21 übrig, von denen nach meiner eigenen Bewertung keines mehr als 3 von 5 Punkten verdient hat. Die drei schönsten (hier zu verstehen als: die drei Einäugigen unter den Blinden) sind diese hier:

Ganz ehrlich: Das sind nun wirklich keine Bilder, mit denen man angibt. Technisch gesehen zwar ok, aber ansonsten irgendwie… langweilig. Am besten gefällt mir persönlich noch Bild 1, das zumindest eine ungewöhnliche Perspektive vorweisen kann und einigermaßen Tiefe hat. Vielleicht lässt sich durch ein bisschen Bearbeitung noch ein interessantes Bild daraus machen, aber “schön” ist in meinen Augen echt anders.

Ich habe ja schon häufiger gemerkt (und hier und da auch drüber gebloggt), dass Übung und Routine viel ausmachen kann. Und derzeit ist’s damit bei mir nicht sehr weit her. In meiner aktuell eher knapp bemessenen Freizeit fehlt mir dann doch die Lust, mir die Kamera zu schnappen.  Ich freu mich trotzdem auf meinen Urlaub – nur der virtuelle Diaabend im Anschluss fällt wahrscheinlich etwas knapper aus.

Aber ehrlich: Diaabende sind doch meist eh langweilig…

Fotoaktion: Stille Post

Birgit startet eine schöne Fotoaktion: Stille Post. Die Idee: Das (sicherlich bekannte) Spiel “Stille Post” auf Fotografie umzumünzen. Start ist mit einem Foto, das der erste Teilnehmer bekommt. Dieser greift sich ein Element aus dem Bild heraus, macht sein eigenes Foto und reicht es weiter an den zweiten Teilnehmer, der sich ein Element aus dem Bild heraus greift usw. “Element” kann in diesem Fall z.B. eine Farbe, eine Form, eine Art des Bildaufbaus sein. Veröffentlicht werden die Fotos erst am Ende des Projekts, vorher kennt also jeder nur das Bild, das er bekommt, und das, das er/sie schießt.

Ich mach mit, anmelden kann man sich noch bis 15.Juli über die Kommentare zum oben verlinkten Post.